Uni-Budget: Dekan der Wiener Theologischen Fakultät geht in Offensive

Dekan Jäggle verteidigt theologische Fakultäten gegen Überlegungen von Kanzler-Berater Muhm, Fakultäten zu schließen

Wien, 09.09.10 (KAP) In der aktuellen Debatte um Einsparungspotenziale bei den österreichischen Universitäten geht nun der Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien, Prof. Martin Jäggle, in die Offensive: Es sei legitim, von den Fakultäten Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit einzufordern, es sei jedoch illegitim, den Universitäten eine Effizienzdebatte aufzudrücken, obwohl es die Politik gewesen sei, die die aktuellen finanziellen Engpässe zu verantworten habe. "Was wir zur Zeit erleben ist ein hochschulpolitisches Ablenkungsmanöver", so Jäggle im Gespräch mit "Kathpress".

Jäggle wehrte sich damit insbesondere gegen die Aussagen von Kanzler-Berater Werner Muhm, der gegenüber der Tageszeitung "Österreich" Überlegungen zur Schließung ganzer Studienrichtungen an Universitäten angestellt hatte und dabei insbesondere die Katholische Theologie im Visier hatte. Es müsse zu denken geben, so Muhm, wenn auf österreichweit 2.900 Studierende ebensoviele Professoren kommen (60), wie auf "Massenstudien wie Wirtschaft mit Zigtausenden Studenten".

Dazu betonte Jäggle gegenüber "Kathpress", dass gute Betreuungsverhältnisse allein noch kein Einsparungsargument ergeben:
"Die Theologie verfügt in Österreich in der Tat über ein sehr gutes Betreuungsverhältnis. Ihre Legitimation dazu bezieht sie aus ihrer exzellenten Forschung." So genießen die theologischen Fakultäten einen hohen internationalen Ruf, auch erbringen sie "international anerkannte wissenschaftliche Leistungen". Dies sei auch die Frucht eines sehr guten Betreuungsverhältnisses.

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