Schatz zu Lohnentwicklung: Löhne hinken seit Jahren Wirtschaftswachstum hinterher

Menschen brauchen ordentliche und faire Lohnerhöhungen anstatt Gnadenbrote

Wien (OTS) - "Die heute veröffentlichten Zahlen, wonach Löhne und Gehälter in Österreich in den letzten zehn Jahren deutlicher gestiegen sind als im Schnitt der Euro-Zone, verschleiern eine wesentliche Tatsache: Die Lohnentwicklung in Österreich ist immer im Verhältnis zur Produktivitätssteigerung, der Inflation und der BIP-Entwicklung zu bewerten. Schaut man sich hier die Zahlen an, ist zu erkennen, dass in den letzten zehn Jahren die durchschnittlichen jährlichen Lohnsteigerungen 0,5% betrug. Im Vergleich dazu gab es aber ein durchschnittliches jährliches Wirtschaftswachstum von 1,7%. Die Lohnzuwächse hinken also ganz deutlich dem Wirtschaftswachstum nach", erklärt Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen.

In diesem Zusammenhang ist die Ankündigung der Arbeitgeber, bei den kommenden Herbstlohnrunden keinen Spielraum mehr zu haben, weil die Lohnerhöhungen des Vorjahres bereits so hoch waren, völlig inakzeptabel. "Eine Annäherung der Löhne an das Wirtschaftswachstum ist das Gebot der Stunde. Die Menschen brauchen ordentliche und faire Lohnerhöhungen und keine Gnadenbrote", fordert Schatz und erläutert:
"Die Wirtschaftskrise wurde in Österreich im hohen Maße durch den guten privaten Konsum abgefedert. Die Gewinne dürfen daher nicht wieder an Aktionäre und Manager ausgeschüttet werden, sondern damit müssen die Löhne und Gehälter der ArbeitnehmerInnen spürbar und fair erhöht werden".

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