FP-Matiasek: "Kulturgut Fiaker" schützen - Konzessionsvergabe- und Unternehmensgründungsstopp jetzt!

FPÖ auf der Seite der Traditionsunternehmen - Schluss mit 1-Kutschen-Betrieben

Wien (OTS/fpd) - Der Wiener Fiaker sei als "Kulturgut" anzusehen
und als solches auch zu schützen. Derzeit werde diese Berufsgruppe seitens der Stadt Wien aber völlig vernachlässigt und mit ihren massiven Problemen im Stich gelassen. Die FPÖ fordert daher eine eigene Standesvertretung, einen sofortigen Konzessionsvergabe- und Unternehmensgründungsstopp sowie das Aus für 1-Kutschen-Betriebe, so heute die Tierschutzsprecherin der FPÖ-Wien, LAbg. Veronika Matiasek.

Weil sich mittlerweile 200 Gespanne 58 Standplätze teilen müssen herrsche bei den Fiakern derzeit ein regelrechter Verdrängungswettbewerb. Dabei gehe der stete Druck und Konkurrenzkampf vor allem zu Lasten der Tiere. Diesen unhaltbaren Zustand habe allein die SPÖ zu verantworten. Fiaker seien einem Behördendschungel ausgesetzt, wo sich jeder der Stadträte und Magistrate ein bisschen, aber niemand wirklich zuständig fühlt. Nicht einmal eine eigene Standesvertretung in der Kammer werde den Unternehmern zugestanden, so Matiasek, die diesbezüglich eine sofortige Änderung fordert.

Wie auch das Traditionsunternehmen Stolba sei Matiasek der Ansicht, dass Konzessionen viel zu leicht zu haben seien und eine Unternehmensgründung werde bereits bei Vorhandensein von nur zwei Pferden und einer Kutsche genehmigt. Da jedem Unternehmer automatisch eine Platzkarte zustehe, bedeute das, dass die Pferde täglich, das ganze Jahr über eingesetzt werden dürfen, was auch passiere. Würde sich Stadträtin Frauenberger auch nur im Geringsten mit ihrem Ressort beschäftigen, hätte sie längst eingesehen, dass dies dem Tierschutz in jedem Falle widerspreche und keinesfalls artgerecht sei. Die FPÖ fordert daher die Stadt Wien auf, 1-Kutschen-Betriebe sofort zu verbieten. Mindestens vier Pferde zum Wechseln müssen vorhanden sein. Alleine dadurch würden sich viele Unternehmen von selbst auflösen, es gäbe keinen Konkurrenzdruck mehr und einzig die Traditionsbetriebe, bei denen die Tiere quasi zur Familie gehören, blieben bestehen.

Zudem fordert Matiasek einen sofortigen Konzessionsvergabe- und Unternehmensgründungsstopp, sowie die Reduktion eben dieser. 33 Unternehmen seien viel zu viel und könne Wien gar nicht verkraften. Eine Beschränkung auf 20 Fiakerbetriebe wäre völlig ausreichend. "Wir wollen wenige, aber dafür gut geführte Unternehmen, auf die Wien stolz sein kann.", so Matiasek.

Der Fiaker müsse eine geschützte Institution werden. Ziel müsse sein die Tradition zu erhalten, den Tierschutz zu verbessern und die qualitativ hochwertigen, gut geführten Unternehmen zu unterstützen. Das heißt nicht nur das derzeit angeschlagene Image zu verbessern, sondern wirkungsvolle Maßnahmen zu setzen, die die Zukunft des Wiener Fiakers garantieren. Um den Unternehmern neue Möglichkeiten zu bieten, sollten sie verstärkt bei Großveranstaltungen (z.B. Fête Impériale) als Zubringerdienst der Gäste eingesetzt, mehr in die Wien-Werbung eingebunden werden und in Zukunft auch die großen Wiener Grünflächen befahren, so Matiasek abschließend. (Schluss) hn

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