FPÖ-Obermayr: Frankreich und Italien öffnen Schleusen am Bosporus!

Türkische "Geschäftsreisende" künftig visafrei nach Europa

Wien (OTS) - Unbestritten ist die Bedeutung der Türkei als Handelspartner Europas, es kann aber nicht sein, dass EU-Staaten wie Frankreich und Italien Abkommen mit Interessensvertretungen wie der Istanbuler Handelskammer schließen dürfen, wonach ein Empfehlungsschreiben der Handelskammer ausreicht, um ein fünf Jahre gültiges multiples Schengenvisum zu erhalten, das zur Einreise in alle Schengenländer berechtigt. Hier bestehe die konkrete Gefahr, dass derartige "Geschäftsleute-Visa" für eine Ansiedlung in der EU missbraucht werden.

"Dies ist nicht nur ein äußerst sorgloser Umgang mit dem Schengener Abkommen sondern ein massiver Eingriff in die Souveränität der anderen Schengen-Staaten. Wer ein Visum erhält, sollte immer noch der Einzelstaat bestimmen können und nicht die Istanbuler Handelskammer in Kooperation mit Frankreich und Italien!", so FPÖ-Europaabgeordneter Mag. Franz Obermayr.

"Nichts gelernt haben Frankreich und Italien ganz offensichtlich aus den Folgen der Aufhebung der Visapflicht für Bosnien, Serbien, Montenegro und Mazedonien: 150.000 untergetauchte 'Visatouristen' alleine aus Mazedonien, die montenegrinische Staatsbürgerschaft -samt EU-Ticket - ist neuerdings um 500.000 Euro zu haben, Kriminaltouristen organisieren Raubzüge quer durch Mitteleuropa und gleichzeitig steigen Asylanträge aus den Westbalkanländern. Anstatt die Folgen dieser freizügigen Visapolitik zu überdenken, folgt nun der zweite Streich: Visafreiheit für türkische 'Geschäftsreisende'!", kritisiert Obermayr.

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