Lebensmittelqualität auf dem AK-Prüfstand: Bilanz nach 20 Jahren

Linz (OTS) - Seit 20 Jahren führt die Konsumenteninformation der
AK Oberösterreich Lebensmitteltests durch. Und sie konnte einiges bewirken: Die Handelsunternehmen arbeiten zunehmend mit der AK zusammen. Sie nutzen die Testergebnisse für Qualitätsverbesserungen und holen sich Vorschläge zur Optimierung etwa der Hygienemaßnahmen. Bei einigen Produkten sind auch tatsächliche Fortschritte in der Qualität feststellbar.

"Lebensmittelqualität ist für die Gesundheit wichtig. Kaufentscheidungen sollten sich daher nicht rein an der Preispolitik orientieren", so AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer: "Die AK-Tests sind vor allem ein Beitrag zu mehr Lebensmittelsicherheit und zur Erhöhung des Qualitätsbewusstseins bei Erzeugern, beim Handel und bei den Konsumenten."

Allein seit 1997 hat die AK 1050 Lebensmittelproben unterschiedlichster Art im Einzelhandel und in Gastronomiebetrieben gezogen und von der BELAN Ziviltechniker-GmbH analysieren lassen. Regelmäßig unter die Lupe genommen wurden dabei "Problemprodukte" wie Grillfleisch, Fertigsalate, halbfertige Salate, frische Salate, Frischobst, Speiseeis und Sushi.

Die meisten Mängel zeigen sich immer wieder in der mikrobiologischen (hygienischen) Beschaffenheit der untersuchten Waren. Die Folge: verdorbene Produkte. Die Ursachen: mangelhafte Kühlung der Produkte, insbesondere bei der Lagerung im Handel (besonders häufig beim Grillfleisch), unrealistische Einschätzungen der Mindesthaltbarkeit der einzelnen Produkte, mangelnde Hygiene bei der Herstellung sowohl vom Produzenten als auch im Handel (Fertigsalate, Jausensemmeln), zu wenige Eigenkontrollen.

Ein Vergleich der Testergebnisse aus den letzten Jahren zeigt deutlich: Vor allem der Handel reagiert positiv auf die AK-Tests. "In den 90er Jahren bezeichneten Vertreter des Handels unsere Untersuchungsergebnisse häufig noch als "nicht repräsentativ". In den letzten Jahren ersuchen uns die Verantwortlichen zunehmend um die Untersuchungsergebnisse, weil sie laut eigenen Angaben "an einer Verbesserung der Qualität arbeiten", berichtet AK-Präsident Kalliauer. Tatsächlich ist auch der Prozentsatz an Proben mit überhöhter Lagertemperatur seit 2006 merklich gesunken. Manche Lieferanten mangelhafter Waren sind vom Handel sogar ausgelistet worden.

Die AK wird ihre Lebensmitteltests auch in Zukunft weiterführen. Die Ergebnisse sind regelmäßig im Internet abrufbar unter www.ak-konsumenten.info.

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