FEEI-Branchenforen: Top-Kampagnen sorgen für Umsatzplus

Zahlreiche Initiativen für Händler und Konsumenten beflügeln die Industrie / Rasanter Technologiewandel als Schlüssel für regelmäßiges Wachstum

Wien (OTS) - Die Vertreter der österreichischen Elektro- und Elektronikbranche haben anlässlich des Pressegesprächs im Vorfeld der FUTURA 2010 in Salzburg die aktuelle Marktsituation und Trends in ihrem Bereich präsentiert. Der Gesamtumsatz der Branche in Österreich befindet sich im Aufwind. Im ersten Halbjahr 2010 lag diese Zahl laut GfK TEMAX bei 1,69 Milliarden Euro, im Vergleichszeitraum des Vorjahres bei 1,64 Milliarden Euro. "Die Nachfrage nach Produkten der Elektro- und Elektronikbranche zeigt deutlich nach oben. Die positive Performance wurde nicht zuletzt durch Initiativen für Händler und Konsumenten, wie etwa der UFH Trennungsprämien oder der DVB-Kampagne "Digitales Fernsehvergnügen in HDTV-Qualität", angekurbelt", fasst Manfred Müllner, Geschäftsführer-Stv. des FEEI - Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie, die Entwicklung zusammen.

Kontinuierliches Wachstum durch Innovationen im Markt für Elektro-Kleingeräte

"In den vergangenen zehn Jahren hat sich das Segment der Elektro-Kleingeräte konstant positiv entwickelt: Wertmäßig ist der Bereich in diesem Zeitraum im Schnitt um rund 3,5% pro Jahr gestiegen. Im ersten Halbjahr 2010 konnten Elektro-Kleingeräte ein wertmäßiges Umsatzwachstum von 5% auf 142 Millionen verzeichnen", fasst Thomas Poletin, Sprecher des Elektro-Kleingeräte Forums, die Marktlage zusammen. Motor für diesen Trend sind Produktsegmente wie beispielsweise Kaffee-Portionssysteme, die um 27% anstiegen, Toaster, die ein Plus von 21% verbuchten, sowie Staubsauger und Epilierer die jeweils eine Steigerung um 11% zum Vorjahreszeitraum aufweisen.

Erfolgsfaktor Technologiewandel

Der Schlüssel für das regelmäßige Wachstum in dieser Sparte sind laut Poletin die Innovationskraft und der rasante Technologiewandel dieser Produkte. Die Entwicklungszeiten der Geräte liegen dabei oft bei drei Jahren oder darunter. Darüber hinaus halten die Meilensteine der Entwicklung trotz zusätzlicher Funktionen den Stromverbrauch niedrig. Zu den Innovationen in diesem Bereich zählen Kaffeemaschinen, die Caffè Latte und auch andere Heißgetränke komplett zubereiten, Haarpflegeprodukte mit Ionen-Technologie gegen statische Aufladung der Haare beim Bürsten, oder Zahnbürsten mit Schalltechnologie und Musiktimer. Weitere Highlights sind Rasierer mit automatischer Reinigungsstation, wasserfeste Epilierer zum Entfernen der Haare unter der Dusche, Stabmixer ohne Stromkabel oder Ventilatoren ohne Rotorblätter.

Auch in der nächsten Saison werden im starken Weihnachtsgeschäft viele Produktneuheiten an den POS gebracht, die den Konsumenten helfen, Zeit zu gewinnen und die obendrein auch noch Spaß machen. Der Design-Effekt spielt zudem eine immer größere Rolle und stellt einen ebenso wichtigen Entscheidungsfaktor beim Kaufverhalten dar. Erwarten können sich Verbraucher neue Geräte aus den Bereichen Kaffee-Zubereitung oder auch Wellness und Beauty, die verwöhnen und den Tag verschönern.

Trennungsprämie beflügelt Hausgeräte-Branche

Der Markt für Haushaltsgeräte ist in Österreich im ersten Halbjahr 2010 deutlich angewachsen. Der Umsatz legte laut Josef Vanicek, Sprecher der Hausgeräte-Branche, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,3% auf knapp 300 Millionen Euro zu. "Vor allem Wäschetrockner, die ein Umsatzplus von 25,7% erzielten, und Waschmaschinen (+11,9%) konnten das Wachstum antreiben. Das ist der beste Beweis dafür, dass die UFH-Kampagne Trennungsprämie für die Anschaffung besonders energieeffizienter Waschmaschinen und Wäschetrocknern außerordentlich erfolgreich war", stellt Vanicek fest. 30.000 Mal zahlte das UFH, Netzwerkpartner des FEEI, die Förderung zu je 100 Euro im April und Mai 2010 aus.

Effizienz auch in Zukunft ein Top-Thema

Generell konnten Produkte der besten Energieeffizienzklasse bzw. mit niedrigem Wasserverbrauch hohe Steigerungsraten erzielen. Dies macht das geschärfte Bewusstsein der Österreicher für Energieeffizienz deutlich. Dieser Trend wird sich auch in Zukunft weiter fortsetzen.

Am 1. September startete die 3. Runde der UFH Trennungsprämie: Bis zu 100 Euro gibt es für den Wechsel von alten Kühl- und Gefriergeräten gegen neue, energiesparende A++ Geräte aller Hersteller. "Auch die zweite Kühlgeräte-Aktion verspricht ein großer Erfolg zu werden und bietet enorme Möglichkeiten in Sachen Energie-und CO2-Reduktion. Denn derzeit befinden sich noch 1,55 Millionen Kühl- und Gefriergeräte in heimischen Haushalten, die älter als ein Jahrzehnt sind. Würden all jene Geräte getauscht werden, könnte sich ein Einsparpotenzial von etwa 300.000 Millionen kWh ergeben. Daraus resultiert eine CO2-Einsparung von 50.000 Tonnen pro Jahr oder knapp 750.000 Tonnen auf Lebensdauer umgelegt", rechnet Vanicek vor. Die dritte Trennungsprämie läuft bis 15. November.

Kräftiges Umsatzplus bei HDTV-SAT-Receivern

"Das wachsende Angebot an HDTV-SAT-Programmen und die Fußball-Weltmeisterschaft in HDTV-Qualität bescherten der DVB-Branche im ersten Halbjahr 2010 einen deutlichen Umsatzanstieg von 10%. Ausschlaggebend für dieses Ergebnis ist der stark wachsende HDTV-Receivermarkt mit einem Plus von 200% und ein massives Wachstum bei DVB-C-Receivern (Kabelreceiver) von Plus 68%", kommentiert Christian Koller, Branchensprecher des DVB-Forums, die positive Entwicklung des Marktes.

Neben der steigenden Nachfrage nach HDTV-SAT-Receivern war die Förderaktion der RTR (Rundfunk & Telekom Regulierungs-GmbH) ein voller Erfolg. Die Aktion sollte Kabel-TV-Kunden dazu bewegen, von analogem auf digitales Kabelfernsehen umzusteigen: Der Kauf von HD-fähigen DVB-C-Endgeräten wurde von 1. September 2009 bis 30. April 2010 mit je 40 Euro gefördert. Die Nachhaltigkeit dieser Kampagne spiegelte sich auch in den aktuellen Marktdaten wider. Für zusätzlichen Auftrieb hat die gemeinsame Aktion mit dem FEEI, "Digitales Fernsehvergnügen in HDTV-Qualität", geführt. Rund 8.000 Hausverwaltungen in Österreich wurden im Rahmen dieser Initiative über die Notwenigkeit der Umrüstung der Gemeinschaftssatellitenanlagen auf digitalen Empfang informiert.

Für das zweite Halbjahr 2010 rechnet Koller mit einer ähnlich positiven Entwicklung. Damit dürften heuer etwa 540.000 DVB-Receiver über die Ladentische wandern, die Umsatzprognose liegt bei rund 75 Millionen Euro.

Trends im DVB-Markt

Aktuelle Marktdaten belegen, dass beim Erwerb von HDTV-Receivern immer häufiger auf die PVR-Ready-Funktion (Aufnahme auf externe Festplatte) Wert gelegt wird. Diese Innovation ermöglicht Aufnahmen auf externe Festplatten über den USB-2.0-Anschluss in bester HDTV-Qualität, das Abspielen von MP3-Files über die HIFI-Anlage und die Wiedergabe von JPEG-Fotos direkt am Flat-TV. Somit wird aus dem herkömmlichen SAT-Receiver eine echte Multimedia-Maschine mit Allroundeigenschaften.

Mit HbbTV steht eine neue Technologie in den Startlöchern. HbbTV (Hybrid broadcast broadband TV) ist ein europäischer Standard der es erlaubt, TV-Sendungen und dazugehörige Inhalte auf dem Bildschirm darzustellen. Zudem öffnet er den Zugang zu Online-Diensten direkt über den Receiver. Damit lassen sich programmbegleitende Informationen oder Programmguides in wesentlich besserem Design realisieren, aber auch Dienste wie Video-on-Demand (VOD) oder soziale Netzwerke darstellen. Der Konsument kann über ein einfaches Portal direkt mit der Fernbedienung auf Mediatheken von zahlreichen TV-Sendern zugreifen. Darüber hinaus lassen sich auch Social Communities wie Facebook oder Twitter direkt anwählen und unkompliziert nutzen. VOD (Filme auf Abruf) machen den Zuseher zum Programmdirektor und Videotext 2.0 und Electronic Program Guide (EPG) in Web-Design bieten neue Dienste mit einzigartigem Komfort. Die ersten Geräte werden anlässlich der FUTURA 2010 dem Fachpublikum präsentiert und sind ab Herbst auch im Handel verfügbar.

Dreidimensionale Erlebniswelt als Zugpferd

"Die Unterhaltungselektronik zeigte sich im ersten Halbjahr 2010 erneut auf der Gewinnerseite und präsentierte sich mit einem Umsatzplus von 8% auf knapp 379 Millionen Euro. Unterstützt wurde die gute Performance durch die Fußball-Weltmeisterschaft", resümiert Christian Blumberger, Sprecher des forum consumer electronics. Aktuell sind zahlreiche große Themen auszumachen: Full-HD - also hochauflösendes Fernsehen - ist mittlerweile schon Standard. Bei Flat-TVs ist LCD stark im Vormarsch, wohingegen Plasma deutlich abnimmt. Ein Verkaufsschlager sind zudem Geräte, die mit Hilfe einer Spezialbrille den 3D-TV-Genuss in den eigenen vier Wänden ermöglichen. Der Blockbuster "Avatar" hat die dreidimensionale Welt außerhalb des Kinos eröffnet, Streifen wie "Alice im Wunderland", "Shrek 4" oder "Toy Story 3" folgten und leiteten eine neue Fernsehdimension ein. Dabei scheint es aber notwendig, dass jeder TV-Content - von Nachrichten bis zu Dokumentationen - in 3D betrachtet werden kann. Dazu wird einfach die 3D-Option über einen simplen Tastendruck eingeschaltet. Weiters geht die Entwicklung klar in Richtung größere Bildschirmdiagonalen um die 40 Zoll und darüber. Design steht darüber hinaus hoch im Kurs, vor allem dünnere TVs sind dank der neuen LED Technologie gefragt.

Bei Full-HD-Zuspielgeräten sind Blue-Ray-3D-Geräte, die 3D-Filme in HD-Qualität auf den 3D-Bildschirm bringen, ein Top-Seller. Ebenso Full-HD-Camcorder und Fotoapparate mit DLNA- (Digital Living Network Alliance) und GPS-Funktion. Die Funktionsweise dieser Produkte: Der User macht ein Bild und versendet dieses übers Internet an eine Adresse oder eben an einen DLNA-fähigen Fernseher mit genauem Standort - oder stellt das Foto auf Google Maps, Facebook und Co.

Multimediale Entertainment-Zentren im Vormarsch

Klare Trends sind im Bereich Vernetzung auszumachen. Das TV-Gerät wird immer mehr ins Internet eingebunden und als Multimedia Home System genutzt. Triple Tuner-Produkte übernehmen die Funktion der externen Set-Top-Box. Das heißt, sie vereinen SAT, Kabel und terrestrischen Tuner in einem. Die Vorteile sind eindeutig: Einfache Bedienung und die Nutzung nur eines Gerätes und nur einer Fernbedienung machen Triple Tuner zu multimedialen Entertainment-Zentrum für zu Hause.

Österreich bleibt international ein Vorreiter in Sachen Mobilfunk

Einer Umfrage des Gallup-Instituts zufolge haben 98% der heimischen Bevölkerung im ersten Halbjahr 2010 ein Mobiltelefon benutzt, 86% davon sogar täglich. Laut Mobilfunkbetreiber stieg im vergangenen Jahr die Anzahl der konsumierten Gesprächsminuten gegenüber 2008 um 8% auf 21,2 Milliarden. Im gleichen Zeitraum wurden 5,8 Milliarden SMS verschickt. Dies sind um 22% mehr als 2008. Darüber hinaus steigt die durchschnittliche Mobilfunkpenetrationsrate in Österreich kontinuierlich an: 2009 gab es 11,4 Millionen Mobilfunkverträge, das sind um 5,7% mehr als im Vorjahr. Gesunken sind allerdings im vergangenen Jahr die Umsätze. Gegenüber 2008 gingen sie um 4% auf 3,3 Milliarden Euro zurück. Gründe dafür sind die regulatorisch bedingte Absenkung der Roaming- und Interconnectiongebühren sowie der anhaltende Preiswettbewerb unter den Mobilfunkbetreibern. Weitere Informationen zum Thema Mobilfunk erhalten Sie beim Forum Mobilkommunikation, www.fmk.at.

Kontakte:

Elektro-Kleingeräte Forum

Das Elektro-Kleingeräte Forum ist ein Netzwerkpartner des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie und vertritt die Interessen der Unternehmen BSH Hausgeräte GmbH, Dyson GmbH, Kenwood Manufacturing GmbH, Philips Austria GmbH, Saeco Austria AG, SEB Österreich Handels GmbH, Spidem Handelsgesellschaft mbH., Turmix GmbH und Procter & Gamble Austria GmbH.

Branchensprecher:
Thomas Poletin
National Sales Manager Procter & Gamble

Procter & Gamble Austria GmbH
Guglgasse 7-9, 1030 Wien
T: +43 1 588 57 204
M: +43 664 242 4245
E: poletin.t@pg.com

Forum Hausgeräte

Das Forum Hausgeräte, ein Netzwerkpartner des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie, ist eine Interessengruppe der wichtigsten Hersteller und Importeure von Haushaltsgroßgeräten. Im Forum Hausgeräte sind folgende Marken vertreten: AEG, ARDO, Bauknecht, Bosch, Elektra Bregenz, Electrolux-Juno-Zanussi, Eudora, Gorenje, Liebherr, Miele, Neff, Siemens und Whirlpool.

Branchensprecher:
Josef Vanicek
Geschäftsführer

MIELE Gesellschaft m.b.H.
Mielestraße 1, 5071 Wals
T: +43 (0) 50 800-81101
M: +43 664 25 50 300
E: josef.vanicek@miele.at

DVB-Forum

Das DVB-Forum (Digital Video Broadcasting) ist ein Netzwerkpartner des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie und agiert als Verein zur Förderung der Verbreitung des digitalen Fernsehens. Seine Mitglieder sind die Unternehmen HB Multimedia VertriebsgmbH, Kleinhappl Electronic, Triax Austria GmbH, Kathrein VertriebsgmbH, Philips Austria GmbH, TechniSat Digital GmbH und Wilhelm Sihn Jr. & Co GesmbH.

Branchensprecher:
Christian Koller
Prokurist WISI Wilhelm Sihn Jr. & Co Ges.m.b.H.

WISI Wilhelm Sihn Jr. & Co Ges.m.b.H.
Pfarrgasse 79, 1230 Wien
T: +43 616 34 12-11
M: +43 664 43 26 080
E. christian.koller@wisi.at

forum consumer electronics

Das forum consumer electronics ist ein Netzwerkpartner des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie und vertritt die Interessen der Unternehmen Samsung Austria GmbH, SHARP Electronics (Europe) GmbH, Loewe Austria GmbH, HB Austria Vertriebs GmbH , JVC Austria GmbH, Sony Austria GmbH, Philips Austria GmbH, Panasonic Eastern Europe HandelsgmbH, und Grundig Intermedia GmbH.

Branchensprecher:
Ing. Christian Blumberger
CEO

HB Austria GmbH
Pfarrgasse 52, 1230 Wien
M: +43 676 33 22 334
E: cblumberger@hbaustria.at

Über den FEEI - Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie

Der Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie vertritt in Österreich die Interessen von 288 Unternehmen mit mehr als 57.000 Beschäftigten und einem Produktionswert von 10,86 Milliarden Euro (Stand 2009). Gemeinsam mit seinen Netzwerkpartnern - dazu gehören u. a. die Fachhochschule Technikum Wien, das Forum Mobilkommunikation (FMK), das UFH, das Umweltforum Starterbatterien (UFS), der Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT) und der Verband der Bahnindustrie (bahnindustrie.at) - ist es das oberstes Ziel des FEEI, die Position der österreichischen Elektro- und Elektronikindustrie im weltweit geführten Standortwettbewerb zu stärken. Weitere Informationen und Pressemeldungen sowie Bildmaterial finden Sie unter http://www.feei.at/presse/.

Weitere Bilder unter:
http://pressefotos.at/m.php?g=1&u=68&dir=201009&e=20100909_f&a=event

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Manfred Müllner
Geschäftsführer-Stv.

Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie
Mariahilfer Straße 37-39, 1060 Wien
T: +43 1 588 39 20
E: muellner@feei.at
I: http://www.feei.at

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