Forschung zum Ausprobieren und Mitmachen: Energie-Ausstellung an Bord der MS Wissenschaft in Wien eröffnet

Wien (OTS) - Wissenschafts- und Forschungsministerin Beatrix Karl, FWF-Präsident Christoph Kratky und der Geschäftsführer von "Wissenschaft im Dialog" (WiD), Herbert Münder, präsentieren in einer Pressekonferenz erstmals das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft in Österreich. Als erste Station macht die MS Wissenschaft in Wien vom 9. bis 13. September an der Donau-Schiffsstation Millennium Tower fest. Dann folgen Krems (14./15. September) und Linz (17. bis 20. September).

Interaktive Ausstellung zur Energieforschung

Das umgebaute Frachtschiff MS Wissenschaft hat in diesem Jahr eine interaktive Ausstellung zur Energieforschung mit 34 Exponaten an Bord. Kinder ab 10 Jahren, Jugendliche und Erwachsene sind eingeladen selbst auszuprobieren, mit zu machen und mit zu forschen, wie die Energieversorgung in Zukunft aussehen kann.

Träger des Projektes ist Wissenschaft im Dialog (WiD), die Plattform für Wissenschaftskommunikation - unterstützt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und getragen von allen großen Forschungsorganisationen Deutschlands.

"Wissenschaft und Forschung sind unsere täglichen Begleiter - das müssen wir noch verstärkt ins Bewusstsein rücken. Mit kreativer, spannender Wissenschaftskommunikation wie der MS Wissenschaft kann uns das gelingen", ist Ministerin Karl überzeugt. "Projekte wie die MS Wissenschaft unterstützen auch unser Ziel, vor allem junge Menschen noch stärker für das Thema Wissenschaft zu interessieren und zu begeistern. Gerade das Thema Energie bewegt junge Menschen besonders", so die Ministerin, die auch auf die drei an Deck der MS Wissenschaft präsentierten Projekte aus dem BMWF-Nachwuchsförderprogramm "Sparkling Science" verwies. Beatrix Karl bedankte sich bei Herbert Münder und seiner Initiative Wissenschaft im Dialog für deren Engagement sowie bei FWF-Präsident Christoph Kratky, dem es mit seinem Team gelungen ist, die MS Wissenschaft erstmals nach Österreich zu holen.

"Für uns vom Wissenschaftsfonds ist die Wissenschaftskommunikation nicht nur gesetzlicher Auftrag sondern auch ein starkes Anliegen. Wir möchten dem WiD zum Verlauf des Gesamtprojekts herzlich gratulieren. Unser besonderer Dank gilt Herbert Münder und seinem Team für eine fabelhaft funktionierende Kooperation. Ländergrenzen spielen in der aktiven Forschung eine immer geringere Rolle; in der Wissenschaftskommunikation ziehen wir jetzt nach", führt Christoph Kratky aus.

Österreich mit zwei Forschungsprojekten an Bord vertreten Österreichische Energieforschung ist in zweifacher Form auf dem schwimmenden Science Center repräsentiert:

  • mit dem Exponat "Organische Solarzellen" in Zusammenarbeit mit dem Institut für organische Solarzellen (LIOS) an der Johannes Kepler Universität in Linz, das u. a. vermitteln soll, woraus organische Solarzellen bestehen, wie sie aussehen, was in ihrem Inneren passiert und wo sie bereits praktisch eingesetzt werden, und
  • mit dem "Modell Güssing", an dem das Institut für Verfahrenstechnik, Umwelttechnik und Technische Biowissenschaften an der TU Wien federführend mitgewirkt hat.

Im Rahmen eines 8-Minuten-Films wird Güssing als Beispiel einer Kleinstadt, die seit Beginn der 1990er Jahre höchst erfolgreich die Strategie der dezentralen, lokalen Energieerzeugung mit allen vorhandenen erneuerbaren Ressourcen einer Region verfolgt, dargestellt.

Einladung auf den "Planet(en) Energie"

Wie können wir unsere Energieversorgung künftig sicher, wirtschaftlich und gleichzeitig umweltschonend gewährleisten?, lautet eine der wichtigsten Fragen, die es zu beantworten gilt. Die Ausstellung an Bord der MS Wissenschaft - Planet Energie - zeigt, was auf diesem Gebiet in deutschen Labors und anhand zweier konkreter Beispiele in Österreich entwickelt und geforscht wird.
Im Mittelpunkt stehen 34 Exponate aus der Energieforschung. Sie erläutern allgemein verständlich, spannend und unterhaltsam auf interaktive Weise verschiedene Aspekte dieses so vielfältigen Themas. Es geht beispielsweise darum, welche Energieträger zukünftig eine Rolle spielen werden, wie man Energie speichert und wie man Energie sparen kann.

Neugierde an wissenschaftlichen Themen wecken

Einer breiten Öffentlichkeit soll zugänglich gemacht werden, was zum Thema Energie geforscht, erfunden und entwickelt wird. Dabei soll insbesondere bei Kindern und Jugendlichen die Neugier an wissenschaftlichen Themen geweckt werden.

An vielen Exponaten können sie selbst aktiv werden und das Thema im wahrsten Sinne des Wortes begreifen. "Hol' das meiste aus der Brennstoffzelle" heißt es etwa beim Thema 'Energietransport'. Oder:
"Stell Dir vor, Du bist ein Sonnenstrahl, der auf die Solarzelle trifft..." wird beim Thema 'Sonne, Wind & Co. - erneuerbare Energien' zu einer Reise ins Innere einer Solarzelle eingeladen.

Infoterminals, Hörstationen und Filme

Die Ausstellung bietet neben den Exponaten umfangreiche Basisinformationen zum Thema Energie. Infoterminals zeigen, wie sich unser Energieverbrauch über die Jahre entwickelt hat und geben Auskunft über vorhandene Ressourcen. Wissenschaftliche Institute bieten Hörstationen; in der Media Zone laufen verschiedene Filme und zum "Großen Tisch" wird geladen, um "Kettenreaktionen" selbst aufzubauen und anzustoßen.

Informationen zur MS Wissenschaft: www.ms-wissenschaft.de Informationen zu "Wissenschaft im Dialog":
http://www.wissenschaft-im-dialog.de/wir-ueber-uns/portraet.html

Weitere Bilder unter:
http://pressefotos.at/m.php?g=1&u=38&dir=201009&e=20100909_m&a=event

Rückfragen & Kontakt:

FWF - Der Wissenschaftsfonds
Mag. Stefan Bernhardt, MBA
Haus der Forschung
Sensengasse 1, 1090 Wien
Tel.: +43-1-5056740-8111
stefan.bernhardt@fwf.ac.at

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