AktionsGemeinschaft: Studiengebührenmodell der Wissenschaftsministerin ist völlig inakzeptabel

Koalition muss sich endlich auf ausfinanzierte Universitäten einigen

Wien (OTS) - Die derzeitige Diskussion über ein neues Studiengebührenmodell stößt bei der AktionsGemeinschaft auf tiefe Irritation: "Es ist absurd, über ein Studiengebührenmodell zu diskutieren, welches zum einen geradezu ein Aufruf zu minimalistischer Studiengestaltung ist, zum anderen per se vom Koalitionspartner abgelehnt wird. Es ist überhaupt mehr als fragwürdig, ob sich die vorgeschlagenen Studienbeiträge aufgrund des von ihnen verursachten bürokratischen Chaos überhaupt finanziell rentieren würden. Während man früher noch davon gesprochen hat, dass sich Leistung endlich wieder lohnen muss, kommen nun fleißige und wissbegierige Studierende in dem neuen Modell zum finanziellen Handkuss" kommentiert Jan-Philipp Schifko, Bundesobmann der Aktionsgemeinschaft, die aktuelle Debatte.

Um dem Problem der chronisch unterfinanzierten Universitäten wirkungsvoll zu begegnen, muss sich die Koalition endlich zu gemeinsamen Maßnahmen durchringen, die sich nicht auf das gegenseitige Blockieren beschränken. Als mögliche Felder nennt die AktionsGemeinschaft etwa den Abbau von Doppelgleisigkeiten bei fachlich verwandten Universitätsinstituten, einem verstärkten Einbinden von Drittmittelfinanciers aus den Reihen der Wirtschaft und nicht zuletzt einem zukunftsorientiertem Budget: "Welchen Sinn macht es, hunderte Millionen Euro in die maroden und von SPÖ-Pfründen durchsetzen Bundesbahnen zu pumpen, während den Universitäten dringend benötigtes Geld für die Ausbildung der kommenden Leistungsträger verwehrt wird?", fragt sich Schifko.

Basierend auf einer Ausfinanzierung der Universitäten muss endlich auch ein nachhaltiges Stipendienmodell in Kraft treten. Dafür sollen finanziell besser gestellte Studierende in die Pflicht gebeten werden: "Bei entsprechender Qualität der Studien sollen sozial bessergestellte Studierende einen Umverteilungsbeitrag zur Finanzierung von Stipendien für sozial schlechter gestellte Studierende leisten", schließt Schifko.

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