Neue Kärntner Tageszeitung - Kommentar von Markus Kaufmann: Die ÖVP und ihre schwarzen Freunde

Klagenfurt (OTS) - Nein, geschätzte Leser, das ist kein Witz.
Diese Zeilen entstammen einer Presseaussendung des Kärntner ÖVP-Obmannes Josef Martinz. Er schreibt: "Trotz Mittelkürzung erhält die Diözese Gurk im Jahr 2010 450.000 Euro." Na bravo. Der selbst ernannte Sparefroh des Landes opfert seine eigenen Wahlversprechen wie den Gratis-Kindergarten dem Sparstift, aber fördert zugleich die Kirche mit einer knappen halben Million. Das Wohl der Kinder ist der ÖVP also weniger Wert als die schwarz gewandeten Freunde? Die Argumentation des Gemeindereferenten ist folgende. Die Kirche sei in Kärnten ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor, das Schlagwort lautet "Kirche als Baumeister". Und so unrecht hat der ÖVP-Landesrat gar nicht. Baustellen hat die Kirche ja wirklich genügend. Da wären zum Beispiel die rapide sinkenden Mitgliederzahlen oder die Missbrauchsfälle. Da muss der Kärntner Steuerzahler aber wirklich aushelfen, weil die läppischen Kirchenbeiträge können nicht ausreichen.

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