ÖSTERREICH: Häupl stellt sich im Lehrerstreit hinter Erwin Pröll

Auch Wiener Bürgermeister sagt: Lehrer sollen zu den Ländern - Er will selbst entscheiden, wo neue Schulen gebaut werden

Wien (OTS) - Im Lehrer-Streit spricht Wiens Bürgermeister jetzt
ein Machtwort. Im Interview mit ÖSTERREICH (Donnerstag-Ausgabe) stellt sich Michael Häupl "absolut" hinter seinen ÖVP-Kollegen Erwin Pröll. Erstmals erklärt Häupl unmissverständlich: "Ja, ich teile die Meinung von Erwin Pröll, dass die Lehrer in Länderhand" sein sollen. Und weiter: "Nicht nur ich, sondern alle Landeshauptleute sind dafür."

In ÖSTERREICH stellt Häupl sein fertiges Szenario für die Bildungsreform vor:

"Erstens: Der Bund soll alle Bildungsgesetze machen -Lehrer-Dienstrecht, Lehrpläne, alles einheitlich."

"Zweitens: Die Vollziehung der Schulverwaltung soll vollständig zu den Ländern kommen - damit auch die Verwaltung der Lehrer; der Bund soll aber ein stärkeres Kontrollrecht bekommen. Das heißt aber auch, und das ist der härteste Teil der Verhandlungen, dass das finanziell abgegolten wird."

"Drittens: Als Teil des Kompromisses soll die Obergrenze für den Schulversuch der Neuen Mittelschule fallen. Jedes Land soll so viele Neue Mittelschulen betreiben, wie es für richtig hält."

Für Häupl ist das Ziel klar: "Sobald die Grenze für Schulversuche fällt, werden wir in Wien flächendeckend für alle 10- bis 14-Jährigen die Neue Mittelschule einführen."

Häupl will in Zukunft selbst festlegen können, wo eine neue Schule gebaut werden soll. "Ja, die komplette Vollziehung von Schulbau bis Lehrerverwaltung geht zu den Ländern", sagt Häupl in ÖSTERREICH.

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