Neues Volksblatt: "Kinder" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 9. September 2010

Linz (OTS) - Uns fällt das gar nicht mehr auf, Besuchern aus kinderreichen Ländern dagegen sehr: Kinder verschwinden hierzulande immer mehr aus dem Straßenbild. "Wie in einem riesigen Altersheim", beschreibt eine Österreicherin, die seit Jahrzehnten in Brasilien lebt, ihren Eindruck von Europa; nicht nur von Österreich. Politiker aus allen Lagern sind sich einig, dass alles getan werden müsse, den jungen Leuten die Entscheidung zum Kind, besser zu Kindern, zu erleichtern.
Die geplante Kürzung des Familienbudgets, die Streichung der erst 2009 eingeführten 13. Familienbeihilfe, die jahrelange Nichtanhebung von Familienleistungen oder die steuerliche Nichtberücksichtigung der Kinder gehen aber in eine andere Richtung.
Warum das so ist? Vielleicht, weil Familien und Kinder keine mächtige Lobby haben wie andere Gruppen. Was sich, wie viele meinen, ändern muss, weshalb sie die Debatte um das "Kinderwahlrecht" auch in Österreich in Gang bringen wollen.
Wenn es so wäre, dass Eltern bei Wahlen für ihre Kinder mit abstimmen können, dann käme die Politik an den Familien nicht mehr so leicht vorbei wie jetzt.
Gleich wird's nicht gehen. Aber mit der sinkenden Geburtenzahl wächst die Bereitschaft zur Diskussion; unter Garantie.

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