"KURIER"-Kommentar von Josef Votzi: "Achse der Vernunft"

SPÖ-Schmied unterstützt ÖVP-Karl - eine rare Ausnahme im Zank-Kabinett.

Wien (OTS) - Seit gestern hat die Regierung schriftlich am Tisch, was Experten seit Jahren beklagen: Wir geben zu wenig für die Unis aus, sagt eine neue OECD-Studie. Beatrix Karls Kampfansage im KURIER kam daher gerade richtig. Die Unis brauchen Studiengebühren und frisches Geld aus der Staatskasse. Sonst verliert Österreich am Weg in die Wissensgesellschaft noch mehr an Tempo.
Zuvor müssen die beiden Bildungsministerinnen, Karl und Schmied, auch ihre Hausaufgaben am Kabinettstisch des Ministerrats machen:
Sie sind beauftragt, endlich klare Zugangsregeln für die vielen überlaufenen Hochschulfächer zu erarbeiten. Denn das Festhalten an der Massenuni, in der alle das gleiche Recht auf eine immer gleich schlechter werdende Bildungsleistung haben, ist nur noch Kapitalvernichtung mit System.
Die SP-Unterrichtsministerin hat auf Karls couragierte Budget-Ansage als Einzige nicht allein mit dem üblichen Parteireflex "Studiengebühren, nein Danke!" reagiert. Die rote Schmied signalisiert offene Unterstützung und mitfühlendes Verständnis für die schwarze Karl.
Das nährt die Hoffnung, dass die beiden beim Überlebensthema Bildung vielleicht doch noch das schaffen, woran diese Koalition permanent scheitert: Rot-schwarze Vernunftlösungen abseits des kleinkarierten Hickhacks.

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