ISPA sieht TKK-Bescheid für den Breitbandausbau vorsichtig positiv.

Feuerprobe für die TKK-Leitentscheidung ist, wie sie tatsächlich umgesetzt wird.

Wien (OTS) - Die ISPA, der Verband der österreichischen Internet Service Provider, beurteilt den gestern veröffentlichten Bescheid M3/09 der Telekom-Control-Kommission (TKK) vorsichtig positiv. Die tatsächlichen Auswirkungen für die Branche werden sich erst mit der konkreten Umsetzung zeigen, erklärt der Generalsekretär der ISPA, Dr. Andreas Wildberger.

Umsetzung des M3/09 Bescheids ist richtungsweisend für den Breitbandausbau in Österreich

"Mit dem gestern veröffentlichten Bescheid M3/09 hat die Telekom-Control-Kommission (TKK) einen wichtigen Schritt gesetzt, um den Ausbau der Netzinfrastruktur der nächsten Generation in Österreich voranzutreiben. An der Umsetzung wird sich zeigen, wie sich die festgelegten Rahmenbedingungen auf die Möglichkeiten der alternativen Anbieter auswirken, an diesem Ausbau auch tatsächlich zu partizipieren.", erklärt ISPA-Generalsekretär Dr. Andreas Wildberger in einer ersten Reaktion auf den gestern publizierten Bescheid der Telekom-Control-Kommission.

So habe die A1 Telekom AG nun drei Monate Zeit, um Vorleistungsprodukte wie virtuelle Entbündelung, oder Zugang zu Leerverrohrung und unbeschalteter Glasfaser anzubieten. Auch die Vorgaben für Planungsrunden zum Breitbandausbau oder für Investitionsabgeltungen werden erst in konkreten Ausbauprojekten ihre Praxistauglichkeit unter Beweis stellen müssen.

Forderungen der ISPA sind eingeflossen

Eine erste Durchsicht des Bescheids hat ergeben, dass wesentliche Forderungen der ISPA, wie etwa die Möglichkeit, VDSL ab dem Hauptverteiler einzurichten, von der TKK aufgegriffen wurden. Weiters wurde berücksichtigt, dass durch Verzögerungen beim Anbieten von Vorleistungsprodukten dem marktmächtigen Unternehmen keine zeitlichen und damit wettbewerbsverzerrenden Vorteile entstehen. Auch der ursprünglich rein nachrangige Zugang zu unbeschalteter Glasfaser wurde zugunsten eines wirtschaftlichen Breitbandausbaus aufgeweicht.

Offen geblieben sei aus ISPA Sicht hingegen die Forderung nach einer stärkeren Berücksichtigung von frustrierten Transaktionskosten von alternativen Betreibern bei einer Abgeltung bereits getätigter Investitionen, gibt Wildberger zu bedenken.

Verzögerungen bei der Festlegung von Anschalterichtlinien wettmachen

"In manchen Aspekten hätten wir uns eine raschere Entscheidung gewünscht" erklärt der ISPA Generalsekretär. ISPA Mitglieder hätten dann nämlich schnelle Breitbandprodukte auf VDSL-Basis schon früher anbieten können. Die dafür notwendigen Anschalterichtlinien seien länger als ein Jahr im Rahmen einer Industriearbeitsgruppe diskutiert worden, kritisiert Wildberger.

"Jetzt ist es wichtig, im fairen Wettbewerb den entstandenen Zeitverzug wettzumachen und Österreich wieder auf die Überholspur in punkto Breitbandausbau zu bringen", appelliert der ISPA Generalsekretär, "Wesentlich dabei ist nicht zuletzt die rigorose Überwachung der Bescheid-Umsetzung durch die Regulierungsbehörde".

ISPA hat sich im Konsultationsverfahren maßgeblich beteiligt

Mit dem Bescheid M3/09 setzt die TKK richtungsweisende Rahmenbedingungen für den Ausbau der Netze der nächsten Generation (NGN). Die ISPA hat sich als Dachverband der österreichischen Internet Service Provider im Konsultationsverfahren maßgeblich beteiligt und ihre Standpunkte und Forderungen in einer branchenakkordierten Stellungnahme dargelegt.

Über die ISPA

Die ISPA - Internet Service Providers Austria - ist der Dachverband der österreichischen Internet Service-Anbieter und wurde im Jahr 1997 als eingetragener Verein gegründet. Ziel des Verbandes ist die Förderung des Internets in Österreich und die Unterstützung der Anliegen und Interessen von rund 200 Mitgliedern gegenüber Regierung, Behörden und anderen Institutionen, Verbänden und Gremien. Die ISPA vertritt Mitglieder aus Bereichen wie Access, Services, Hosting und Content und fördert die Kommunikation der Marktteilnehmer untereinander.

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