Gasdampfkraftwerk: Raschauer-Gutachten beurteilt zu prüfende Fragestellungen positiv

LR Prettner: Endgutachten wird in kommender Regierungssitzung zur Beschlussfassung eingebracht

Klagenfurt (OTS/LPD) - Auf Grund divergierender Meinungen
innerhalb der zuständigen Abteilung des Landes bei der Bescheiderstellung betreffend des geplanten Gasdampfkraftwerks in Ebenthal und um den Interessenslagen der Gemeinde und der Bürgerinitiativen zu entsprechen, veranlasste die für UVP zuständige Landesrätin Beate Prettner die Überprüfung der strittigen Punkte (Luft-Ausbreitung/Klima, Luft-Immissionen, Umweltmedizin, Landschaftsbild) durch einen weiteren unabhängigen und allgemein anerkannten Experten.

"Diese Expertise, erstellt von Prof. Bernhard Raschauer, der sowohl von den Betreibern wie auch den Kraftwerksgegner anerkannt ist, ist nunmehr eingelangt und bestätigt den vorliegenden Bescheidentwurf als positiv, gab Prettner heute, Mittwoch, in einer Pressekonferenz bekannt. Die Unterlagen wurden von mir bereits dem letzt- verantwortlichen Abteilungsvorstand, Albert Kreiner, übermittelt. Ihm kommt nun die Aufgabe zu, die Empfehlungen nach eigenem Ermessen in das Endgutachten aufzunehmen", so Prettner. Das Lenkungsgremium sei bereits in Kenntnis gesetzt worden und die Causa GDK werde in der kommenden Regierungssitzung zur Beschlussfassung auf der Tagesordnung stehen, erklärte die Umweltreferentin.

Inhaltlich handle es sich bei der Expertise im Wesentlichen um zwei Empfehlungen, die eine genaue Definition der Betriebsstunden vorsehen sowie die Feststellung, dass vor einer möglichen Inbetriebnahme des Gasdampfkraftwerkes das alte Kraftwerk zu schließen sei, führte Prettner aus. "In seiner Schlussfolgerung kommt Raschauer zu dem Ergebnis, dass das Projekt Gasdampfkraftwerk beschlussreif ist und das Anstrengen weiterer Gutachten keine neuen Erkenntnisse mehr bringen würde", so Prettner.

In der Expertise wird festgehalten, dass, da aus allen Beurteilungsbereichen und insbesondere aus umwelt- und humanmedizinischer Sicht keine Auswirkungen konstatiert werden, die nicht durch Auflagen (286) und Befristungen begrenzt oder durch Ausgleichsmaßnahmen kompensiert werden können, das Vorhaben im Rahmen der Beweiswürdigung in seiner Gesamtheit als umweltverträglich beurteilt werden kann, wie dies auch seitens des Gesamtgutachters festgestellt wird.

Insgesamt kommt Raschauer zu der Beurteilung, dass die Ergebnisse des UVP-Verfahrens über das Vorhaben GDK von solcher Art sind, dass das Vorhaben - unter Vorschreibung der Auflagen und Beschränkungen, die sich aus dem Ermittlungsverfahren ergeben - zu genehmigen wäre. "Raschauer konstatiert zudem der Behörde ein hohes Maß an Bemühung, durch mitunter schon sehr spezielle Rückfragen bei den Gutachtern zur Aufklärung inhaltlicher Divergenzen beigetragen zu haben", sagte Prettner.

Nachdem bereits weitere Schritte sowohl der Betreiber als auch der Kraftwerksgegner im Vorfeld angekündigt wurden, sei eine Fortsetzung in weiterer Instanz, beim Umweltsenat in Wien, durchaus denkbar, meinte Prettner.
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