VSStÖ: Karl will Studiengebühren von 800 Euro im Semester

Budgetkonsolidierung nicht auf dem Rücken der Studierenden austragen

Wien (OTS/SK) - Der Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) spricht sich gegen den Vorschlag von Wissenschaftsministerin Karl aus, 250 Millionen Euro für das Universitätsbudget mit Studiengebühren finanzieren zu wollen. "Das würde nach einer ersten Überschlagsrechnung bedeuten, dass jede Studentin und jeder Student ungefähr 800 Euro im Semester zahlen müsste", so Stefanie Grubich, Bundesvorsitzende des VSStÖ. ****

In dieser Rechnung sind alle Studierenden an öffentlichen Universitäten eingerechnet (255.561), minus den BezieherInnen von Studienbeihilfe und SelbsterhalterInnenstipendium nach der Sozialerhebung 2009 (24 Prozent). Nach der Einführung von Studiengebühren 2001 haben 20 Prozent der Studierenden ihr Studium abgebrochen, auch diese sind aus den Berechnungen
ausgenommen. Wenn dann 155.381 StudentInnen Studiengebühren zahlen müssen, müsste jedeR StudentIn jährlich 1.600 Euro zahlen um auf Karls 250 Millionen Euro im Jahr zu kommen.

"Das würde eine finanzielle Katastrophe für Studierende bedeuten. Schon jetzt müssen 60 Prozent der Studierenden arbeiten, die meisten davon um sich ihren Lebensunterhalt finanzieren zu können. Eine noch höhere Belastung, würde Studierende in den finanziellen Ruin treiben. Karl sollte aufhören ihre Fehlleistungen in den Budgetverhandlungen auf dem Rücken der Studierenden auszutragen, und stattdessen, wie von der OECD empfohlen, mehr Geld aus staatlichen Mitteln für die Universitäten ausverhandeln," so Grubich abschließend. (Schluss) mo/rl

Rückfragen & Kontakt:

Christopher Pieberl, VSStÖ Pressesprecher,
Tel.: 0676/3858813,
E-Mail: vsstoe@vsstoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK0003