www.farbe-bekennen.at: Ärztekammer startet umfassenden gesundheitspolitischen Dialog

Informationsmaterial in den Ordinationen und Diskussionsrunden mit den vier Spitzenkandidaten

Wien (OTS) - Die Wiener Ärztekammer nützt die kommenden Landtagswahlen am 10. Oktober 2010, um das Thema Gesundheit verstärkt in die öffentliche und politische Diskussion einzubringen. In den Ordinationen liegen Folder mit den wichtigsten gesundheitspolitischen Statements der im Wiener Landtag vertretenden vier Parteien auf. Zudem gibt es Diskussionsrunden mit den jeweiligen Spitzenkandidaten. Auch ein "Forderungs- und Ideenkatalog" wurde heute, Mittwoch, den Parteivorsitzenden übergeben. ****

Sämtliche Aktionen firmieren unter dem Titel "farbe bekennen -ärzte fragen. politiker antworten." Ziel ist es dabei, die gesundheitspolitischen Aspekte der jeweiligen Wahlprogramme herauszuarbeiten und sowohl der Ärzteschaft als auch der breiten Öffentlichkeit zur Kenntnis zu bringen.

"Aus vielen Umfragen wissen wir, dass das Thema Gesundheit ein sehr wichtiges für die Menschen ist", betont der Präsident der Wiener und der Österreichischen Ärztekammer, Walter Dorner. Viele Wiener würden aufgrund gesundheitspolitischer Positionen entscheiden, welcher Partei sie am 10. Oktober ihre Stimme geben. "Deshalb haben wir uns bemüht, den Ärzten und Patienten gleichermaßen einen Überblick darüber zu geben, wie die Parteien über die Zukunft des Wiener Gesundheitssystems denken und welche Pläne sie dafür in ihren politischen Schubladen haben."

Die Zeit knapp vor den Wahlen sei bewusst gewählt worden. Dorner:
"In etwas mehr als einem Monat werden die politischen Karten in Wien neu gemischt. Wir alle können mit unserer Stimme bei dieser Wahl auch mitentscheiden, wie unsere Gesundheitsversorgung in Zukunft aussehen wird."

Aufgrund des Großstadtfaktors sei das Wiener Gesundheitssystem mit besonderen Herausforderungen konfrontiert. Dorner nennt hier insbesondere die Finanzmisere der Wiener Gebietskrankenkasse, Mangelversorgungen vor allem im niedergelassenen kinder- und jugendpsychiatrischen Bereich sowie die Probleme rund um den verstärkten Drogenmissbrauch in der Bundeshauptstadt. Auch die demografische Entwicklung sowie die durch den hohen Anteil von Immigranten bedingten medizinischen Probleme kämen in Wien deutlich stärker zum Tragen als beispielsweise in den ländlichen Gebieten.

Dorner: "In Wien ist die Qualität der medizinischen Versorgung unbestritten hoch. Trotzdem gibt es offene Fragen, denen wir uns gemeinsam mit den politisch Verantwortlichen stellen müssen, damit dies auch in Zukunft so bleibt." Es sei wichtig, trotz aller positiver Errungenschaften auch die Probleme auf den Tisch zu legen, "und wann ist ein besser Zeitpunkt dafür als kurz vor Wahlen, wo das Interesse an Problemlösungen bei allen Parteien ein deutlich größeres ist als in wahlfreien Zeiten?".

Welche Farbe ist gesund für Wien?

Seit Kurzem liegen daher in allen Wiener Ordinationen Folder auf, in denen die wichtigsten gesundheitspolitischen Positionen von SPÖ, ÖVP, Grünen und FPÖ dargelegt sind. Insgesamt zehn Fragen hat die Ärztekammer an die Spitzenkandidaten gestellt, die alle wesentlichen Bereiche wie Reformnotwendigkeiten, Krankenkassenentschuldung, demografische Herausforderungen, Forcierung der extramuralen Versorgung, Aufwertung des Hausarztes sowie die überbordende Bürokratie betreffen. Dorner: "Wir haben die Parteien dazu gebracht, eindeutig Farbe zum Gesundheitssystem zu bekennen."

Geplant sind weiters öffentliche Diskussionsrunden mit den jeweiligen Spitzenkandidaten. Den Anfang macht FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache, der sich heute, Mittwoch, den Fragen von Ärztekammer-Vizepräsident Thomas Szekeres stellt. Ihm folgt die Klubobfrau der Grünen, Maria Vassilakou, am 16. September 2010, die mit Ärztekammer-Vizepräsident Johannes Steinhart diskutieren wird. Am 21. September 2010 spricht dann wiederum Thomas Szekeres mit der Spitzenkandidatin der ÖVP, Staatssekretärin Christine Marek. Den Abschluss bildet SPÖ-Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely mit Johannes Steinhart am 29. September 2010.

Alle vier Veranstaltungen finden in der Kunsthalle im Museumsquartier statt. Beginn ist jeweils 19.00 Uhr (Christine Marek:
20.00 Uhr). Politisch Interessierten bietet die Ärztekammer dazu ein besonderes Zuckerl an: Alle vier Diskussionen werden via Internet auf www.farbe-bekennen.at live übertragen. (hpp)

(Forts.)

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