ÖH Uni Wien: Und jährlich grüßt die OECD

OECD-Studie widerspricht Karls Ideen

Wien (OTS) - Die vor allem auf Ökonomie ausgerichtete OECD-Studie "Education at a Glance" bestätigt zahlreiche Forderungen der HochschülerInnenschaft an der Universität Wien. Die österreichischen WissenschaftsministerInnen der letzten Jahre haben seit zu langer Zeit den bildungspolitischen Rückwärtsgang eingelegt.

Eine zentrale Forderung der ÖH Uni Wien ist seit Jahren der freie Hochschulzugang. Sowohl die Zahl der AnfängerInnen als auch der AbsolventInnen von tertiären Bildungseinrichtungen liegen beide weit unter dem Durchschnitt der OECD Länder, so schließen im OECD Durchschnitt 28% eine Hochschule ab, in Österreich sind es lediglich 18%. "Die OECD-Studie streicht erneut Österreichs Mangel an AkademikerInnen hervor. In einer solchen Situation Studierenden und Uniinteressierten durch Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren weiter Steine in den Weg zu legen, zeigt einmal mehr die Ignoranz des Wissenschaftsministeriums", kritisiert Oona Kroisleitner vom Vorsitzteam der ÖH Uni Wien.

Entgegen der in der Regierung anscheinend vorherrschenden Meinung führen Studiengebühren nicht zu einer kürzeren Studiendauer, ganz im Gegenteil: In Ländern ohne Gebühren wird das Studium innerhalb eines kürzeren Zeitraumes erfolgreich abgeschlossen.

Die Ausfinanzierung der Universitäten durch den Staat ist ebenfalls eine von der OECD bestätigte Langzeitforderung der ÖH. "Ausgaben im Bildungsbereich sind für den Staat kein Verlustgeschäft. Auf Grund von Steuern, längerer Berufstätigkeit, geringeren Ausgaben im Gesundheitsbereich etc. bringen AkademikerInnen dem Staat eine Stange Geld ein", sieht sich Flora Eder, Vorsitzteam, durch die aktuelle OECD-Studie bestärkt.

Auch auf die Einkommensschere macht die OECD aufmerksam. Der Gehaltsunterschied in der Kategorie der AbsolventInnen einer tertiären Bildungseinrichtung ist zwar im Vergleich zu AbsolventInnen niedrigerer Bildungseinrichtungen geringer, doch auch hier sind die Unterschiede eklatant. "Das peinliche Resultat: Frauen mit Abschluss einer tertiären Bildungseinrichtung verfügen über gerade einmal 71% des Einkommens von Männern mit gleichem Bildungsniveau. Wir bleiben kämpferisch", schließt Veronika Helfert vom Vorsitzteam.

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