Die Sternstunde des Kapitalismus: Der Boom der wohltätigen Milliardäre

Wien (OTS) - Es gibt eine Verschwörung der Superreichen. Nein, nicht um eine weitere Steuersenkung zu erhalten, sondern um ihren Reichtum für gemeinnützige Aufgaben zu verprassen. Nicht die üblichen Almosen, die man für freiwillige Feuerwehr hier und Katastrophenhilfe da gibt. Sondern "serious money", hundert Milliarden Dollar bisher, die Amerikas 40 Reichste für Aufgaben wie die Bekämpfung tödlicher Kinderkrankheiten, Malaria, Aids, Armut in Subsahara-Afrika, für Bildungsreform oder Klimaschutz versprochen haben. Die Rädelsführer sind Bill Gates und Warren Buffett, notorische Anführer der Forbes-Liste der reichsten Menschen der Welt. "Giving Pledge" heißt die Aktion, mit der sie ihre Milliardärskollegen dazu überreden wollen, ihr Geld in überlebensnotwendige Aktionen zu investieren statt es weiterhin zu bunkern. 40 Milliardäre haben bereits in den letzten Wochen vor der Charme-Offensive kapituliert.

Die vergangenen Jahrzehnte haben einer Schar von Unternehmern immensen Reichtum beschert, den auch die Wirtschaftskrise 2008/09 nicht dauerhaft schmälerte. Aber während manche nicht genug bekommen können und versuchen, sich ihrer Verpflichtung gegenüber dem Gemeinwohl durch Steuerbetrug zu entziehen, gibt es auch eine noch wenig beachtete andere Entwicklung: Gute Kapitalisten, die ihr Vermögen nachhaltig in die Lösung sozialer Aufgaben stecken.

Das Buch "Reich & gut: Wie Bill Gates & Co. die Welt retten" von Helmut Spudich setzt sich mit diesem Boom guter Kapitalisten auseinander. Es erzählt die Geschichten von Unternehmern, die vom Geld machen umgesattelt haben auf Geld ausgeben für gemeinnützige Aufgaben. Dabei gehen sie strategisch vor. Sie suchen die großen Lücken, die Sozialstaat und internationale Gemeinschaft vernachlässigen und Wege, um mit letztlich immer begrenzten Mitteln optimale Effekte zu erzielen.

"Wir werden den Reichtum und die Reichen nicht abschaffen. Selbst höhere Besteuerungen ändern nur wenig daran, dass erfolgreiche Unternehmer immenses Vermögen besitzen. Das zeigt das Beispiel des Hochsteuerlandes Schwedens, das mit dem IKEA-Gründer und H&M-Besitzer zwei der reichsten Europäer hervorgebracht hat. Darum sollten wir unsere alten Dogmen begraben, dass Staat und Non-Profit-Vereine ein Monopol bei der Lösung gesellschaftlicher Aufgaben haben, und den enormen privaten Reichtum anzapfen", so Spudich.

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