ÖAMTC: Positiver Trend in der Unfallstatistik - erstmals könnte die Gesamtzahl der im Straßenverkehr Getöteten unter 600 sinken

Clubexpertin appelliert an Verkehrsteilnehmer, im Herbst auf die veränderten Sichtbedingungen zu achten

Wien (OTS) - 14 Prozent weniger Verkehrstote als im ersten
Halbjahr 2009 (Jänner bis Juni) - so lautet die heute veröffentlichte Bilanz für das erste Halbjahr 2010 (Quelle: Statistik Austria). Auch die aktuellen Zahlen bis Anfang September zeigen einen Rückgang von noch immer 13 Prozent. Insgesamt starben bisher 57 Personen weniger, als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (Stichtag 6. September). "Hält die Tendenz an, könnte die Gesamtzahl der im Straßenverkehr getöteten Personen heuer erstmals seit Beginn der Aufzeichnungen in den 60er Jahren auf unter 600 sinken", zeigt sich ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger optimistisch. "Das braucht allerdings weiter die aktiven Mitarbeit aller Verkehrsteilnehmer."

Denn für Autolenker bricht eine schwierige Jahreszeit an. Nach zwei eher ruhigen Sommermonaten ohne negative Großereignisse, ist mit Schulbeginn der Straßenverkehr wieder von Hektik und Stress geprägt. "Der Zeitdruck nimmt zu - Eltern wie auch Kinder müssen rechtzeitig zur Arbeit oder in die Schule. Umso wichtiger ist nun eine realistische Zeitplanung, die Stress und daraus resultierende Unachtsamkeiten verhindert", erläutert die ÖAMTC-Expertin. Zum anderen haben Autolenker im Herbst mit veränderten Wetter- und Sichtverhältnissen zu kämpfen. Eine frühere Dämmerung, späteres Morgenlicht, viel Regen und Nässe sowie Sturmböen erfordern nicht nur ein angepasstes Fahrverhalten, sondern auch erhöhte Aufmerksamkeit. Vor allem Radfahrer und Fußgänger sind wieder stärker gefährdet. Die Clubexpertin rät zu heller Kleidung, am besten in Kombination mit reflektierendem Material. "Sehen und gesehen werden - diesen Grundsatz sollten nun alle Verkehrsteilnehmer wieder mehr beherzigen", so ÖAMTC-Verkehrspsychologin Seidenberger.

Die Todesursachen bei Verkehrsunfällen im 1. Halbjahr 2010 (Jänner bis Juni)

Nicht angepasste Geschwindigkeit: 35 Prozent
Vorrangverletzung: 16 Prozent
Unachtsamkeit: 11,5 Prozent
Überholen: 9 Prozent
Fehlverhalten Fußgänger: 5 Prozent
Übermüdung: 5 Prozent
Alkohol: 5 Prozent

(Schluss)

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