Optimismus am österreichischen Jobmarkt

Manpower-Beschäftigungsausblick für das Winterquartal 2010

Wien (OTS) - Österreichische Unternehmen erwarten für die kommenden Monate eine positive Entwicklung am Arbeitsmarkt: 12% der HR-Verantwortlichen hierzulande planen, im Winterquartal 2010 neues Personal einzustellen. 7% gehen von einem Personalabbau aus. Das bedeutet einen erwartetes Nettoplus von 5% bei der Beschäftigung. Vor allem Handel (+17%), Tourismus (+13%) und Finanzwesen & Dienstleistung (+12%) zeigen sich optimistisch. Vorarlberg ist österreichischer Klassenprimus mit 13% prognostiziertem Plus, Salzburg liegt mit einem erwarteten Rückgang von -6% an letzter Stelle. Globale Spitzenreiter sind China (+51%) und Indien (+42%). Griechenland, Italien, Irland, Spanien und Tschechien erwarten als einzige Staaten ein Beschäftigungsminus.

"In Europa macht sich nach dem wirtschaftlich schwierigen Jahr 2009 zusehends Optimismus breit - zehn von 17 befragten europäischen Ländern planen, Personal aufzubauen", kommentiert Erich Pichorner, Geschäftsführer von Manpower Österreich: "Österreich steht mit einem erwarteten Netto-Beschäftigungsplus von 5% im Europavergleich auf dem guten 6. Platz zusammen mit Schweden." (Anm: MP) Einzig in Griechenland und Italien scheinen die Jobaussichten nicht ganz so rosig - hier prognostizieren Experten einen Beschäftigungsabbau von -10% bzw. - 8%. Auch Spanien, Irland und Tschechien erwarten leichte Rückgänge.

Spitzenreiter "Ländle" - erwarteter Rückgang in Salzburg

Klar vorne im Bundesländerranking liegt Vorarlberg mit einem prognostizierten Beschäftigungsanstieg in absoluten Zahlen von 13%. Auch in Tirol (+12%) und Wien (+10%) erwarten Personalisten eine positive Entwicklung am Arbeitsmarkt. Gute Jobaussichten versprechen Oberösterreich (+8%) sowie Steiermark und Burgenland mit einem erwarteten Plus von 7% (Burgenland saisonal bereinigt sogar +14%). "Diese positive Entwicklung im Burgenland lässt sich auch an den Rückgängen bei der Kurzarbeit erkennen" erklärt Erich Pichorner, Geschäftsführer von Manpower Österreich. Kärnten verzeichnet mit +3% einen leichten Anstieg. Nur in Salzburg (-6%) und Niederösterreich (-2%) gehen HR-Verantwortliche von einem Personalabbau aus.

Im Aufschwung: Handel, Gastronomie und Hotellerie

"Grund zur Freude gibt es im vierten Quartal vor allem für den österreichischen Handel und Tourismus", so Pichorner. "17% Zuwachs werden im Handel und 13% in der Gastronomie und Hotellerie erwartet. Diese Prognosen hängen natürlich auch mit dem erhofften Weihnachtsgeschäft zusammen." Auch für den Sektor Finanzwesen & Dienstleistungen (+12%), die Branchen Verkehr & Telekommunikation (+8%) und die Sachgütererzeugung (+7%) gehen HR-Spezialisten von einer positiven Beschäftigungsentwicklung aus. Ein leichter Aufwind ist auch im Bauwesen anzunehmen: Nach dem starken Einbruch zu Jahresbeginn rechnen Personalisten für das 4. Quartal mit einem Personalbedarf von +2%. Saisonbedingt ist bei Land & Forstwirtschaft ein Einbruch von -8% zu erwarten. Abwärtstrends prognostizieren die Personalisten auch für den Bereich Bergbau & Rohstoffgewinnung (-3%), in der Energieversorgung (-2%) und im Sektor Öffentliche Hand & Soziales (-1%).

Globale Ergebnisse zeigen Tendenz zur Erholung der Weltwirtschaft

In 32 von 36 Märkten geben Personalisten an, dass sie im vierten Quartal mehr Leute einstellen werden - nur Europa hinkt nach. Griechenland, Italien, Spanien, Irland und Tschechien erwarten als einzige Länder weltweit einen Netto-Personalabbau. Die Boom-Region Asien/Pazifik zeigt die besten Chancen auf einen neuen Arbeitsplatz:
China (+51%) und Taiwan (+40%) zeigen die zuversichtlichsten Prognosen seit Beginn der Umfrage 2005, Indien (+42%) bleibt konstant auf hohem Niveau. Optimistisch zeigt sich auch Brasilien (+37%), hier erlebt der Finanz- & Dienstleistungssektor einen Aufschwung, dort planen mehr als die Hälfte der Unternehmen neues Personal einzustellen. "Global betrachtet freuen wir uns über die positive Entwicklung", so Pichorner. "Die weltweiten Arbeitsmärkte atmen auf. Auch wenn die EMEA-Region dem Zugpferd Asien/Pazifik ein bisschen nachhinkt, können wir gerade in Österreich durchaus optimistisch in die Zukunft blicken."

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