Marek: Aus Stoff gefaltete Serviette ist Zeichen besonderer Gastlichkeit

Staatssekretärin eröffnet Sonderausstellung "Gefaltete Schönheit - Meisterwerke der Serviettenfaltkunst" im Hofmobiliendepot

Wien (OTS/BMWFJ) - "Kulturtourismus wird ein immer wichtigeres Kriterium für Urlaubsentscheidungen und gehört zu den schnellst wachsenden Tourismussektoren in Österreich. Bei all unseren Überlegungen für eine positive Weiterentwicklung des heimischen Tourismus nimmt er einen besonderen Stellenwert ein und deshalb ist das Thema 'Städte & Kultur' eines der Schwerpunkte der Tourismusstrategie des Wirtschaftsministeriums ", so Christine Marek, Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend am Dienstag anlässlich der Eröffnung der Sonderausstellung "Gefaltete Schönheit - Meisterwerke der Serviettenfaltkunst" im Möbel Museum Wien im Hofmobiliendepot. "Kulinarik im Tourismus gewinnt zunehmend an Bedeutung und gerade unseren Gästen aus dem Ausland -egal ob sie als Privatpersonen oder Staatsgäste zu uns kommen - sind das Wiener Schnitzel, die Salzburger Nockerl oder das Steirische Kürbiskernöl ein Begriff."

In ihren Ausführungen wies Marek darauf hin, dass man auch heute noch bei Empfängen oder Staatsdiners in der Hofburg Wien die Tische und Tafeln, wie schon zu Kaiserzeiten, mit Tafelgeschirr und Tafelwäsche aus den Beständen der Silberkammer schmücke. Besonders hervorzuheben seien die Servietten aus feinem Leinendamast, die von den Mitarbeiterinnen in der Silberkammer mit viel Sorgfalt und Geduld nach alten Vorbildern gefaltet werden. "Unter den Faltmustern ist eines erwähnenswert, nämlich die sogenannte 'Kaiserfaltung', die heute noch als Staatsgeheimnis gehütet und ausschließlich bei Staatsdiners des Herrn Bundespräsidenten zu Ehren ausländischer Staatsoberhäupter verwendet wird", so die Staatssekretärin. "Es liegt also nahe, dass sich das Hofmobiliendepot, in Zusammenarbeit mit der Silberkammer Hofburg Wien, in einer Sonderausstellung diesem Thema widmet, das nicht nur mit dem historischen Aufgabenbereich und den eigenen Sammlungen in enger Verbindung steht, sondern auch in unserem Land eine jahrhundertelange Tradition hat, die heute fortlebt. Auch wenn der Tafelschmuck viel an Prunk und Reichtum verloren hat, so gilt die aus Stoff gefaltete Mundserviette heute noch als Zeichen besonderer Gastlichkeit, sei es im privaten Bereich oder in der gehobenen Gastronomie."

Besonders erfreut zeigte sich Staatssekretärin Marek abschließend darüber, dass der katalanische Faltkünstler und -forscher Joan Sallas i Campmany als Gastkurator für diese Sonderausstellung gewonnen werden konnte. Die Ausstellung, die von 8. September 2010 bis 23. Jänner 2011 zu sehen ist, bietet auch ein reichhaltiges Begleitprogramm, darunter Workshops speziell für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gastronomischer Betriebe und Hotelfachschulen.

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