Kräuter zu Verbund-Kapitalerhöhung: "Keine Lizenz zur Naturzerstörung"

Bevölkerung finanziert nicht Vernichtung der heimischen Fischfauna

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter, auch Präsident des größten heimischen Fischereiverbandes VÖAFV (Verband der Österreichischen Arbeiterfischereivereine), fordert im Zusammenhang mit der Verbund-Kapitalerhöhung eine ökologische Garantie von Umweltminister Nikolaus Berlakovic. Kräuter: "Ich verlange als Parlamentarier und Verantwortungsträger für 60 österreichische Fischereivereine im Zusammenhang mit den für den Ausbau der Wasserkraft eingesetzten Steuergeldern einen sorgsamen Umgang mit den letzten frei fließenden Gewässerstrecken. Die 510 Millionen Euro-Kapitalspritze an den Verbund darf keine Lizenz zur Naturzerstörung sein. Es muss einerseits 'no go areas', also Tabuzonen geben, um letzte Naturjuwele künftigen Generationen erhalten zu können und selbstverständlich muss es bei Kraftwerksbauten vom Umweltminister eine Garantie zum Erhalt der Fischfauna über ökologisch einwandfreie Fischaufstiegshilfen geben." ****

Konkret fordert Kräuter von Berlakovic eine sofortige Änderung einer völlig inakzeptablen Bestimmung im Entwurf einer Novelle zum Wasserrechtsgesetz, wonach in Zukunft die Fischpassierbarkeit von Fließgewässern der E-Wirtschaft überlassen werden soll. Kräuter: "Ich habe keine Erklärung, warum ein Umweltminister eine derartige Bestimmung in einem Entwurf zulässt. Noch Ende Juni 2009 haben Bundeskanzler Werner Faymann und Umweltminister Nikolaus Berlakovic ausdrücklich ein ausgewogenes Verhältnis von Ökonomie und Ökologie bei Flussverbauungen festgelegt." Es könne nicht sein, dass die steuerzahlende Bevölkerung über die Verbund-Kapitalspritze die Vernichtung der heimischen Fischfauna mitfinanziert, so Kräuter abschließend. (Schluss) sm

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