"profil online": Prozess wegen NS-Wiederbetätigung im KZ-Stollen Ebensee unter Ausschluss der Öffentlichkeit?

Anwälte beantragen Verhandlung hinter verschlossenen Türen

Wien (OTS) - Wie "profil online" exklusiv berichtet, könnte der Prozess gegen vier Jugendliche, die im Mai 2009 die Gedenkfeier im ehemaligen KZ Ebensee, Oberösterreich, mit "Sieg Heil"-Rufen gestört hatten, unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Die Verhandlung ist für Freitag, den 24. September 2010, in Wels anberaumt. Die Jugendlichen sind nach dem NS-Verbotsgesetz der nationalsozialistischen Wiederbetätigung angeklagt.

Wie Kurt Waldhör, der Verteidiger des Erstbeschuldigten, "profil" gegenüber sagte, fordern die Anwälte den Ausschluss der Öffentlichkeit vom Prozess. Laut Waldhör werden sie den entsprechenden Antrag sofort bei Verhandlungsbeginn stellen. Sollte das Gericht zustimmen, könnte bereits die Verlesung der Anklage hinter verschlossenen Türen stattfinden. Udo Jesionek, langjähriger früherer Leiter des Wiener Jugendgerichtshofs, stellte dazu auf "profil"-Anfrage fest, dass die Gerichte die Öffentlichkeit in der Regel nur bei Erörterung sehr persönlicher Details aus dem Leben jugendlicher Angeklagter ausschließen.

Details auf www.profil.at. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

"profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PRO0001