Karl: Mehr Geld oder Unis schließen

Wissenschaftsministerin warnt im KURIER vor "Horror-Szenarien": Unis brauchen "frisches Geld", sonst müssen Professoren gekündigt werden

Wien (OTS) - Mit einem dramatischen Appell wendet sich ÖVP-Wissenschaftsministerin Beatrix Karl an die SPÖ. Die "Konsolidierung des Budgets" stelle die Hochschulen vor "extreme Herausforderungen", sagt Karl im KURIER-Gespräch. Das Budget reiche nur noch bis 2012, dann sei frisches Geld nötig - "zumindest 250 Millionen Euro pro Jahr". Karl will die Lücke durch Studienbeiträge füllen. Da die SPÖ diese ablehnt, warnt die ÖVP-Ministerin vor "Horrorszenarien". Karl: "Dann müssen wir zum Beispiel über die Schließungen oder Zusammenlegung von Universitäten nachdenken; oder über die Kündigung von rund drei Viertel der Professoren." Am Zug sei die Partei von Kanzler Faymann: "Wenn die SPÖ Studienbeiträge kategorisch ablehnt, muss sie endlich Vorschläge bringen, wie die Unis zu mehr Geld kommen."
Karl bezweifelt, dass Studienbeiträge sozial Schwache treffen:
"Studienbeiträge in Kombination mit einem treffsicheren Stipendiensystem haben keine abschreckende Wirkung." Das zeige die aktuelle OECD-Studie: "Während der Zeit der Studiengebühren ist die Zahl der Studierenden sogar gestiegen."

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