Kadenbach: Frauen für persönliche Gesundheit stärker sensibilisieren

Aktionsplan über die Rolle der Frau in einer alternden Gesellschaft

Wien (OTS/SK) - Das Europäische Parlament in Straßburg hat heute, Dienstag, seine konkreten Ziele für verbesserte Bedingungen für Frauen in einer alternden Gesellschaft verabschiedet. Die SPÖ-EU-Abgeordnete Karin Kadenbach begrüßt den im Ausschuss für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter formulierten Bericht außerordentlich und will vor allem Frauen ermutigen, stärker auf ihre persönlichen Bedürfnisse Rücksicht zu nehmen. "Frauen kümmern sich oft um die Gesundheit ihrer Familie. Wenn es aber um ihre eigene Gesundheit geht, sind sie leider immer wieder nachlässig. Hier muss mehr sensibilisiert werden", sagt Kadenbach. ****

Das Europäische Parlament fordert die EU-Kommission mehrheitlich auf, bis Ende 2011 einen Ationsplan vorzulegen, der unter anderem Folgendes umfasst:

Maßnahmen zur Gewährleistung der Qualität der Pflege und der Qualität der Arbeitsbedingungen des Pflegepersonals; Änderungen, um die Kohärenz auf dem Gebiet der sozialen Sicherheit zu verbessern, einschließlich Rentensysteme, Pflegeurlaub und Vereinbarungen für Teilzeitarbeit; ein geschlechtsspezifisches Konzept bezüglich altersbedingter Krankheiten sowie Maßnahmen, wie sie am besten erkannt und behandelt werden können; durchgängige Berücksichtigung der Perspektive älterer Migranten sowie von Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen; Maßnahmen zur Unterstützung der Solidarität zwischen den Generationen wie z.B. die Unterstützung von Frauen, die sich bei berufsbedingter Abwesenheit der Eltern um Enkel kümmern und Maßnahmen zur Nutzung des Wissens und der Berufserfahrung von älteren Menschen, beispielsweise durch die Gründung von Vereinigungen von Senioren, die Arbeitssuchende beraten.

Kadenbach: "Mir ist es ganz besonders wichtig, dass gerade ältere Frauen bei politischen Überlegungen stärker als bisher berücksichtigt werden. Der Anteil der 65-Jährigen und Älteren nimmt in Europa von 17,1 Prozent im Jahr 2008 auf 30 Prozent im Jahr 2060 zu, bei den 80-Jährigen und Älteren von 4,4 Prozent auf 12,1 Prozent." Sie weist auch auf das Armutsrisiko hin, das bei 65-jährigen Frauen 22 Prozent beträgt und somit um fünf Prozentpunkte über jenem von Männern liegt. "Eine faire Pension, die ein würdiges Altern ermöglicht, muss für alle Bürgerinnen und Bürger immer wieder verteidigt und durchgesetzt werden", verlangt Kadenbach. (Schluss) bj/rl

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