Küng: "Klasnic-Kommission leistet Großartiges"

St. Pöltner Bischof traf mit Waltraud Klasnic und den Mitgliedern der Opferschutzkommission zusammen

Wien, 07.09.10 (KAP) Der St. Pöltner Bischof Klaus Küng ist am Dienstag in Wien mit der Unabhängigen Opferschutzbeauftragten Waltraud Klasnic und den Mitgliedern der Opferschutzkommission zusammengetroffen. Im Gespräch mit "Kathpress" am Rande des Treffens zeigte sich Küng mit der Arbeit der Kommission und den gesetzten Maßnahmen sehr zufrieden. Küng wörtlich: "Ich denke, dass wir auf einem guten Weg sind. Der Einsatz von Frau Klasnic und ihrer Kommission ist großartig."

Bischof Küng gab bekannt, dass sich die von der Bischofskonferenz errichtete "Stiftung Opferschutz" in der kommenden Woche konstituieren wird. Im leitenden Kuratorium der Stiftung sind die Ordensgemeinschaften durch den Vorsitzenden der Superiorenkonferenz, Propst Maximilian Fürnsinn, und die Vorsitzende der Vereinigung der Frauenorden, Sr. Kunigunde Fürst, vertreten. Seitens der Bischofskonferenz wurden Waltraud Klasnic, Bischof Küng sowie die Leiterin der Kontrollstelle der Bischofskonferenz (Controlling), Rita Kupka-Baier, entsendet.

Bischof Küng erläuterte, dass über die Stiftung die freiwilligen finanziellen Hilfeleistungen für Missbrauchsopfer abgewickelt werden sollen. Grundlage dafür seien die Empfehlungen der Unabhängigen Opferschutzkommission, die für die Kirche "verbindlichen Charakter" hätten. Er sei zuversichtlich, so der Bischof, "dass die Zusammenarbeit gut funktionieren wird". Er hoffe auf eine rasche Klärung der Missbrauchsfälle und eine möglichst unbürokratische Hilfeleistung, etwa im Fall von Therapiekosten.

Bischof Küng betonte, dass er sich im Rahmen seiner Tätigkeit "besonders um einen Konsens zwischen allen Beteiligten, seien es Opfer, Täter oder deren Vorgesetzte, bemühen" werde. Er schloss nicht aus, dass es in Einzelfällen auch zu Gerichtsverfahren kommen könne.

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