ÖAMTC unterzieht erstes Serien-Elektroauto einem Dauertest

Mitsubishi i MiEV wird vom Club auf seine Praxiseigenschaften geprüft

Wien (OTS) - Ab Dezember wird das erste Großserien-Fahrzeug mit reinem Elektroantrieb in Österreich erhältlich sein. Der i MiEV (i Mitsubishi innovative Electric Vehicle) ist als 4-Sitzer mit 67 PS und breiter Serienausstattung erhältlich. Vom Hersteller wird das Auto als "moderne, praxisgerechte Generation von Elektrofahrzeugen" beschrieben. "Genau diese Praxistauglichkeit wird der ÖAMTC nun für seine Mitglieder testen", sagt Club-Cheftechniker Max Lang. "Ziel ist, die Möglichkeiten, aber auch die derzeitigen Grenzen der Elektromobilität im täglichen Einsatz auszuloten." Der Club
wird den i-MiEV ab Dezember in einen Praxis-Langzeittest schicken.

Die ÖAMTC-Testbedingungen für das Elektroauto sind ident mit jenen für Fahrzeuge mit herkömmlichen Antrieben. Bis zu 30.000 Kilometer müssen die Autos nach einem Jahr auf dem Tachostand haben. Gefahren wird unter realen Bedingungen - bei jedem Wetter, in der Stadt, über Land sowie kurze und weite Strecken. Streckenbeschaffenheit und Geschwindigkeit werden über ein GPS-Gerät
ausgewertet. "Besonders interessant beim Elektroantrieb ist, in welcher Weise sich die Betriebsbedingungen wie Wetter, Klimaanlage, Heizung und ähnliches auf die Reichweite auswirken werden", erklärt der ÖAMTC-Cheftechniker. Zum Testfahrer werden Mitarbeiter des Clubs, die sich für Fahrten mit dem i MiEV anmelden. Einzige
Bedingung: das Ausfüllen des Testprotokolls, das jede Fahrt dokumentiert. Nur manchmal greifen die Experten ein, wie zum Beispiel beim Fahrtechnik-Test am Wachauring und auf dem Rollenprüfstand.

Klare gesetzliche und technische Rahmenbedingungen für E-Mobilität nötig

Die Serienreife alternativer Antriebsmodelle ist ein Schritt auf dem Weg, neue Technologien wirklich massentauglich zu machen. "Was noch fehlt, sind gesetzliche und technische Rahmenbedingungen. Auch bei der Elektromobilität", sagt der ÖAMTC-Cheftechniker. Viele Fragen sind noch offen: Wie sieht ein einheitliche Schnelllade-Infrastruktur aus? Wer darf überhaupt Strom verkaufen? Wer legt die Tarife fest? Wie schaut die Preisauszeichnung aus? Wie läuft der Bezahlvorgang? Der Club appelliert an die Politik, einheitliche Grundlagen zu schaffen, damit alternative, umweltfreundliche Antriebe auch rasch alltagstauglich werden.

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