Leitl: Export, Motor unserer Wirtschaft, wieder voll angesprungen

WKÖ-Exportziele: 100. Mrd. Euro Exportvolumen und 40.000 Exporteure bis Jahresende, Anteil der Übersee- und Dienstleistungs-Exporte steigern

Wien (OTS/PWK669) - Nach dem Rückgang der heimischen Ausfuhren
im Weltwirtschaftskrisenjahr 2009 (-20%), läuft der Exportmotor heuer wieder auf Hochtouren. "Die Talsohle wurde bereits zu Jahreswechsel durchschritten und heuer geht es mit der Exportwirtschaft wieder steil bergauf", freut sich WKÖ-Präsident Christoph Leitl über die heute von der Statistik Austria veröffentlichten Außenhandelszahlen für das erste Halbjahr 2010. Demnach legten die Exporte um 12,5% (auf 51,4 Mrd. Euro) gegenüber der Vorjahresperiode zu. Die Importe steigerten sich 12,3% (auf 53,5 Mrd. Euro).

Leitl erwartet, dass heuer wieder die magische Schallmauer von einem Exportvolumen von 100 Mrd. Euro durchbrochen werde (2009: 93,7 Mrd. Euro). Alleine durch diesen Zuwachs würden bis zu 50.000 Jobs in Österreich geschaffen bzw. gesichert. Leitl: "Unsere Devise, 'nicht jammern, sondern handeln', hat sich ausgezahlt, denn ein Grund für die wieder erstarkende Exportwirtschaft ist das Exportförderprogramm der Außenwirtschaft Österreich der WKÖ, unterstützt von der von Wirtschaftsministerium und WKÖ initiierten Internationalisierungsoffensive 'go international'." Insgesamt bietet die AWO alleine heuer 1.150 exportrelevante Veranstaltungen im In-und Ausland an (2009: 870) - davon wurden 572 aus Mitteln von "go international" finanziert (2009: 365).

Neben dem Erreichen des 100-Mrd. Euro Exportvolumens hat sich Leitl weitere Ziele für die Exportwirtschaft gesetzt, "um das ehemalige Running Horse der österreichischen Wirtschaft aus dem Schritt wieder in den Galopp zu treiben." So soll der Überseeanteil der Exporte bis 2012 von derzeit 17% auf 20% steigen. Weiters sollen am Ende des Jahres 40.000 österreichische Unternehmen im Export tätig sein (2009: 38.000) und 2011 noch weiter 2.000 dazu kommen. Der Anteil der Dienstleistungsexporte am gesamten Export (Waren und Dienstleistungen) soll mittelfristig bis 2015 auf ein Drittel angehoben werden (derzeit rund 26%). Leitl: "Der Export ist die Stütze unserer Wirtschaft. Wir verdienten auch im Krisenjahr 2009 fünf von zehn Euro außerhalb unserer Landesgrenzen. Wir wollen es bis 2012 schaffen, wieder dorthin zu kommen, wo wir vor der Krise waren:
Nämlich sechs von zehn Euro unseres BIP durch den Export zu verdienen."

Um ein kontinuierliches Exportwachstum zu garantieren, konzentriert sich die AWO bei ihren Exportfördermaßnahmen auf gezielt ausgewählte Hoffnungsmärkte und Hoffnungsbranchen, die Wachstumspotenzial bergen. Die Hoffnungsmärkte für ein weiteres Exportwachstum und zur Erreichung dieser Ziele liegen u.a. in Übersee, in den so genannten BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China), wie auch in allen weiteren "Emerging Markets". Ein weiterer Schwerpunkt der Exportfördermaßnahmen liegt bei den Ländern, die mit großen Konjunkturprogrammen ihrer eigne Wirtschaft bei der Krisenbewältigung unter die Arme greifen (z.B. Deutschland, USA). "Der MOEL-Raum und Deutschland, als die wichtigsten Zieldestinationen unserer Exporteure, bleiben aber auch weiterhin ein Schwerpunkt für unsere Exportfördermaßnahmen", betont Walter Koren, Leiter der Außenwirtschaft Österreich (AWO). Zu den Hoffnungsbranchen, zählen Energie, Infrastruktur, Bau und Nahrungsmittel sowie der gesamte (Umwelt)Technologiebereich. Dort sieht die AWO gewaltiges Aufholpotenzial und entsprechen große Chancen für alle exportorientierten Firmen. Ein weiterer Schwerpunkt der AWO-Maßnahmen liegt in der Unterstützung der Dienstleistungsexporte. Leitl: "Jeder Euro Dienstleistungsexport zieht sechs Euro Warenexporte nach sich." Die Bedeutung des Exports von Dienstleistungen stieg in den letzten Jahren kontinuierlich und zeige sich auch dadurch, dass das kleine Österreich im Dienstleistungsexport pro Kopf im weltweiten Vergleich auf Platz sechs liegt. "Unser Ziel ist, Dienstleistungsexporte und internationale Projektgeschäfte zu forcieren, neue Zielgruppen ins Ausland zu führen und den Anteil der Dienstleistungsexporte am gesamten Außenhandel in den kommenden fünf Jahren auf rund ein Drittel steigern", so Leitl abschließend. (BS)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich, Stabsabteilung Presse
Mag. Bernhard Salzer
Tel.: T:(+43) 0590 900-4464, F:(+43) 0590 900-263
bernhard.salzer@wko.at
http://wko.at/Presse

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0001