BM Schmied zur neuen OECD-Studie: "Erste Reformschritte wirken sich bereits positiv aus"

Wien (OTS) - Dass sich die ersten Reformschritte in der Bildungspolitik von Bildungsministerin Dr. Claudia Schmied bereits positiv auswirken, zeigt die heute veröffentlichte OECD-Studie ,Education at a Glance 2010': Österreich liegt unter den 30 untersuchten Ländern an erster Stelle, was den Anteil der SchülerInnen betrifft, die eine Schule mit beruflicher Orientierung besuchen (Sekundarstufe II). "In der 10. Schulstufe haben wir im Jahr 2010/11 um 3.500 SchülerInnen mehr als im Vorjahr. Das ist auf den Kleingruppenunterricht in der 9. Schulstufe in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch und dem schultypenspezifischen Leitfach zurückzuführen. Die Dropout-Quote konnte gesenkt werden. Die berufsorientierte Ausbildung hat in Österreich einen hohen Stellenwert. Bessere Ausbildung bedeutet mehr Chancen am Arbeitsmarkt für jeden Einzelnen und eine bessere Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes", betont die Ministerin.

In den Ergebnissen der OECD-Studie ebenso ersichtlich ist der Erfolg der Senkung der Klassenschüler-Höchstzahl. Sowohl in der Primarstufe (19,9 SchülerInnen / Klasse) als auch in der Sekundarstufe I (23,3 SchülerInnen / Klasse) liegt Österreich hier besser als der OECD-Durchschnitt. "Die kleineren Klassen ermöglichen eine gezielte Förderung der SchülerInnen durch einen verstärkt individualisierten Unterricht. Mir ist wichtig, dass unsere Maßnahmen im Klassenzimmer ankommen", so Bildungsministerin Claudia Schmied.

Erfreut zeigt sich die Ministerin über die Steigerung der Hochschulzugangsquote um 8 Prozent von 42 auf 50 Prozent eines Altersjahrganges. "Die Umwandlung der Pädagogischen Akademien in Hochschulen war ein wichtiger Schritt. Der Lehrberuf bietet gute Zukunftschancen und mit der sich in Vorbereitung befindenden neuen LehrerInnenbildung und dem neuen Dienst- und Besoldungsrecht attraktive Perspektiven", so die Ministerin.

Hinsichtlich der Ergebnisse die Lehrergehälter und die Arbeitszeit betreffend ist die Studie eine Bestätigung für ein neues Dienst- und Besoldungsrecht. Bei einer überdurchschnittlich hohen jährlichen Gesamtarbeitszeit verbringen die LehrerInnen im Vergleich weniger Zeit in den Schulklassen. Beim Anfangsgehalt und beim Gehalt nach 15 Jahren Berufserfahrung liegen die österreichischen PädagogInnen unter dem OECD-Durchschnitt. Hier besteht für die Zukunft Handlungsbedarf, zumal der Arbeitsmarkt für LehrerInnen sich in Konkurrenz zu den Nachbarländern befindet.

"Mit den kleineren Klassen, der Neuen Mittelschule, mehr Sprachförderung, dem verpflichtenden Kindergartenjahr für 5-Jährige, der Implementierung von Bildungsstandards und der Matura neu haben wir im Schulbereich einen Aufholprozess an internationale Spitzenleistungen gestartet. Unser Ziel sind faire Bildungschancen für alle Kinder und Jugendlichen, unabhängig vom finanziellen Status der Eltern. Wir müssen die Bildungsreform in Österreich konsequent weiterführen", so Schmied abschließend.

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