EU-Gemeinschaft für Erneuerbare Energie als nachhaltige Alternative zu Euratom gefordert

Frais: "Österreich muss jetzt handeln, um Renaissance der Atomkraft zu verhindern!"

Linz (OTS) - "Viele Österreicherinnen und Österreicher lehnen es zutiefst ab, dass immer noch jedes Jahr österreichische Steuermillionen als Zwangsbeiträge für die europäische Atomgemeinschaft Euratom abgeführt werden. Es ist daher dringend erforderlich, dass sich die österreichische Bundesregierung - allen voran der zuständige Umweltminister Berlakovich - bei der EU dafür stark macht, dass endlich Alternativen geschaffen werden. Statt Jahr für Jahr die Atomindustrie mit hohen Millionenbeträgen zu fördern, muss sich Österreich dafür einsetzen, dass eine neue EU-Gemeinschaft für Erneuerbare Energie gegründet wird. Jeder EU-Mitgliedsstaat kann dann frei entscheiden, dass er mit seinen Zahlungen nicht die alte Atomenergie sondern Forschung und Entwicklung für neue Alternativenergie unterstützt", fordert SP-Klubobmann Dr. Karl Frais.

Die nüchternen Fakten zeigen die dringende Notwendigkeit eines Wandels hin zu mehr Forschung und Entwicklung für erneuerbare Energie auf:

Atomenergie birgt ein hohes Sicherheitsrisiko und zudem ist die Entsorgungsfrage nach wie vor völlig ungeklärt.

Energieerzeugung auf der Basis fossiler Brennstoffe ist aufgrund des klimaschädlichen Ausstoßes von Kohlendioxid besonders problematisch.

Wasserkraft kann nicht grenzenlos ausgebaut werden, weil dadurch in ökologisch sensible Naturbereiche eingegriffen würde.

"Österreich hat als atomkraftfreies Land eine Vorbildrolle und auch eine hohe Verantwortung in Europa. Es muss daher auch der österreichische Umweltminister Berlakovich mit Unterstützung der gesamten Bundesregierung innerhalb der Europäischen Union initiativ werden und für eine Gemeinschaft für Erneuerbare Energie eintreten. Wenn diese Alternative zu Euratom eingerichtet ist, dann gilt es in einem nächsten Schritt möglichst viele EU-Staaten zum Wechseln von Euratom zur neuen Gemeinschaft für Erneuerbare Energie zu bewegen", argumentiert Frais. Forschung und Entwicklung für Erneuerbare Energie muss in den nächsten Jahren ein zentrales Ziel darstellen und Österreich muss sich dabei an vorderster Front in der EU engagieren.

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