Leitner/Gratzer: Ybbstalbahn muss als Eisenbahnstrecke erhalten bleiben

Nachnutzung als Nostalgiestrecke oder für Draisinenverkehr; kein Umbau in einen Radweg

St. Pölten, (OTS/SPI) - Gegen die Demontage der Ybbstalbahn sprechen sich LHStv. Dr. Sepp Leitner und Hollensteins Bürgermeister LAbg. Ing. Franz Gratzer aus. "Derzeit wird immer häufiger die Möglichkeit diskutiert die Trassen der Bahnstrecken, welche das Land derzeit stilllegt, als zukünftige Radwege nachzunutzen. Die SPÖ spricht sich hier klar dagegen aus. Bahnstrecken, die sich technisch in gutem Zustand befinden, sollen erhalten bleiben. Eine Nachnutzung als Nostalgiestrecke oder für Draisinenverkehre kann angedacht werden. Somit wäre es auch möglich, die Strecken nach einigen Jahren, wenn Bedarf bestünde, wieder in den Regelbahnbetrieb zu übernehmen. Dies gilt auch für einige andere von der Schließung bedrohten Nebenbahnen. Auch hier möchte die SPÖ die Schienen erhalten", so LHStv. Leitner.

Ins gleiche Horn stößt auch Ortschef Gratzer. "Nachdem das Mobilitätskonzept für das südliche Mostviertel in Umsetzung begriffen ist, übernehmen jetzt die Busse einmal für die nächsten acht Jahre den öffentlichen Verkehr in der Region. Keiner kann aber heute ernsthaft sagen, wie sich die Zukunft darstellt. So kann z.B. niemand die Entwicklung der Spritpreise vorhersehen. Das Rad der Zeit dreht sich schnell, und was heute als unwirtschaftlich angesehen wird, kann in wenigen Jahren wieder eine Alternative sein. Insofern wäre es vernünftig, infrastrukturelle Werte nicht vorschnell zu vernichten, da eines mit Sicherheit jetzt schon feststeht, wenn die Schienen einmal weg sind, so kommen sie ganz sicher nicht wieder. Vor diesem Hintergrund soll die gesamte Strecke von Gstadt bis Lunz am See als auch von Gstadt bis Ybbsitz inklusive dem fahrenden Material der Gemeinde Hollenstein kostenlos übertragen werden, um den Erhalt der Ybbstalbahn sicherzustellen. In einem weiteren Schritt würde dann die Gemeinde Hollenstein gemeinsam mit vielen Interessenten und einigen Vereinen das Kulturgut Ybbstalbahn für die Region und für den Tourismus bewahren. Attraktionen wie Dampfsonderzüge, aber auch Fahrten zu Weihnachten, brachten in der Vergangenheit schon viele Gäste in die Region. Auf diese wirtschaftliche Chance in Zukunft gänzlich zu verzichten, wäre nicht nur ein schwerer Schlag für das Ybbstal, sondern auch durch und durch fahrlässig", so Gratzer. (Schluss) ha

Rückfragen & Kontakt:

SPÖNÖ-Landtagsklub
Mag. Anton Heinzl
Pressereferent
Tel.: Tel: 02742/9005 DW 12576, Mobil: +43 676/4073709
anton.heinzl@noel.gv.at
www.landtagsklub.noe.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN0001