VP-Marek: "Ja zu Leistungsgruppen in Gymnasien und Hauptschulen - Nein zur Gesamtschule"

"Schmied`sche Bildungspolitik" heißt nach bester Wiener Tradition "schönfärben, zupflastern und wegschauen"

Wien (OTS) - Ein klares "Ja" zur Differenzierung und Individualisierung in Form von Leistungsgruppen in Gymnasien und Hauptschulen sowie ein klares "Nein" zur Gesamtschule sprach ÖVP Wien Chefin Christine Marek im Rahmen einer Pressekonferenz zum heutigen Schulstart in Wien aus. Marek präsentierte dabei die bildungspolitischen Schwerpunkte der ÖVP Wien und übte heftige Kritik an der Bildungspolitik von Bildungsministerin Schmied unter Duldung von Bürgermeister Häupl und Stadtrat Oxonitsch. Klare Worte sprach die ÖVP Wien Chefin auch im Hinblick auf die heute stattfindende Landeshauptleute-Konferenz und dem Lehrer-Kompetenzstreit zwischen Bund und Länder. "Die ÖVP Wien steht hier zu einem klaren Schnitt", so Marek und fordert die Grundsatzkompetenzen für Schulfragen wie Dienstrecht und Budget beim Bund, organisatorische Fragen inklusive der Anstellung der Lehrer in der Kompetenz der Länder. Weiters brauche es eine Stärkung der Autonomie der Schulen selbst, so Marek.

Heftige Kritik übte Marek an der Bildungspolitik von Bildungsministerin Schmied. Diese nehme in der Kompetenzdiskussion wieder einmal einen parteipolitischen Justament-Standpunkt ein, ohne über die Sinnhaftigkeit nachzudenken. Je länger die Bildungsministerin im Amt sei umso klarer werde, dass Schmied ausschließlich mit ideologischen Scheuklappen agiere. Die "Schmied`sche Bildungspolitik" sei lediglich eine bunte Show aus Werbespots, millionenschweren Inseratkampagnen und leeren Worthülsen. "Damit passt Schmied perfekt zum Wiener Schmäh mit dem Oxonitsch und Häupl Stadtpolitik machen, mit schönfärben, zupflastern und wegschauen." Die Frage sei auch, ob das was Schmied hier unter Duldung der Verantwortlichen Häupl und Oxonitsch mache, noch weiter tragbar ist, so Marek. "Diese Frage wird sich auch Bundeskanzler Faymann stellen müssen, wenn er wie kolportiert schon die Umbildung des Regierungsteams plant."

Einmal mehr bekräftigte Marek die Forderung nach verpflichtenden Vorschulklassen für Kinder, die nicht gut genug Deutsch sprechen, um den Unterricht zu folgen. "Wir wollen echte Sprachförderung und nach einem Jahr den Einstieg ins reguläre Schulsystem - mit allen Chancen." Derzeit werden in Wien rund
11.000 Schülerinnen und Schüler als außerordentliche Schüler geführt, weil sie nicht gut genug Deutsch können. Sie werden permanent aus dem laufenden Unterricht herausgerissen, um Deutschförderung zu bekommen - und versäumen wesentliche Inhalte in den regulären Schulstunden. "Defizite bauen sich dadurch immer weiter auf", so Marek. Die Folge sei, dass in keinem anderen Bundesland mehr Kinder sitzen bleiben als in Wien. Erschreckend hoch sei auch die Zahl der Jugendlichen, die die Hauptschule ohne Abschluss verlassen.

Weiters sprach Marek auch ein klares und deutliches "Nein" zu einer Schule ohne Noten aus. "Leistungen müssen überprüft werden und vergleichbar sein." Auch forderte die ÖVP Wien-Chefin die Abschaffung von Containerklassen, in denen derzeit immer noch 6.000 Kinder an 42 Standorten sitzen, sowie 1.000 Lehrer mehr für Wien. Darüber hinaus brauche es auch einen Ausbau der Ganztagsschulen mit qualitätsvoller Nachmittagsbetreuung.

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