Wiener SPÖ-Wahlauftakt 4 - Häupl: Unsere Aufgabe ist es, den Menschen die Ängste zu nehmen!

Wien (OTS/SPW) - Wiener SPÖ-Wahlauftakt 4 - Häupl: Unsere Aufgabe ist es, den Menschen die Ängste zu nehmen!

"Bildung ist die Zukunftsdiskussion, die wir nicht nur für unsere Kinder, sondern für die gesamte Gesellschaft brauchen. Ich appelliere daher, die Zukunft der Bildung nicht auf die Lehrerfrage zu reduzieren - bei aller Wertschätzung für die Pädagoginnen und Pädagogen. Aber es gibt wichtigere Fragen, als aus welchem Steuertopf die Lehrer bezahlt werden. Bildung ist mehr!", betonte der Wiener SPÖ-Vorsitzende, Bürgermeister Michael Häupl am Samstag beim Wahlauftakt der Wiener SPÖ in der Wiener Stadthalle. Deshalb habe man in Wien schon für den Kindergarten einen eigenen Bildungsplan entwickelt, mit dem Effekt, dass der Kindergarten die erste Bildungseinrichtung ist und keine "Kinder-Gardarobe". "Wir haben uns mit Inhalten zu beschäftigen, die Welt hat sich weiterentwickelt", auch wenn dies gewichtige Exponenten in der Beamtengewerkschaft noch nicht realisiert hätten, so Häupl.****

In diesem Zusammenhang erinnerte Häupl an die Forderung der Wiener ÖVP-Obfrau Marek, wonach in Vorschulklassen Deutsch gelernt werden müsse. "In Wien gibt's das schon längst", entgegnete Häupl und erinnerte an das "1+1-Fördermodell", das sicherstellt, dass kein Kind ohne entsprechende Deutschkenntnisse in die Schule wechselt. Befremdlich sei Mareks Vorstoß auch deswegen, weil die ÖVP die Vorschule in der Vergangenheit ablehnte. Der SPÖ-Vorsitzende stellte klar: "Wir treten für die Vorschule, für die gemeinsame Schule der 10 bis 14-jährigen ein, für die Ganztagsschule. Wir haben klare Vorstellungen für die Schule des 21. Jahrhunderts. Wir lassen uns nicht vorwerfen, dass wir nicht wissen, wo wir hinwollen."

In der Folge ging Häupl darauf ein, dass es in Zeiten der Krise viele Ängste in der Gesellschaft gebe: "Unsere politische Aufgabe ist es, Ängste zu nehmen, die Menschen von Ängsten zu befreien. Wir nehmen die Ängste ernst und setzen uns damit auseinander." Damit das Zusammenleben in der Stadt funktioniere, komme es auf Respekt, Rücksichtnahme und Ehrlichkeit an. "Den Respekt, den man vom anderen erwartet, muss man auch selbst geben!", unterstrich Häupl. In einer Stadt komme es genauso auf Rücksichtnahme an, wie in jeder Form des Zusammenlebens, ob in einer Lebensgemeinschaft, in einer Wohngemeinschaft oder in einer Wohnhausanlage: "Wo immer Menschen zusammen sind, ohne Respekt und Rücksichtnahme fällt jedes Gemeinwesen auseinander". Es habe hier Nachholbedarf gegeben, aber man habe gehandelt, so Häupl und erwähnte die Ordnungsdienste, die in den Parks, auf den Sportplätzen oder im Gemeindebau die Einhaltung der Wiener Hausordnung kontrollieren. Für Kriminalitätsbekämpfung dagegen sei die Polizei zuständig. Häupl forderte das Innenministerium auf, die Exekutive personell in die Lage zu versetzen, dass sie ihre Aufgabe erfüllen kann.

Heftige Kritik übte Häupl am freiheitlichen Obmann und Wiener Spitzenkandidaten Strache: Dieser schüre Ängste, wie ein Feuerwehrmann, der statt Wasser Benzin in einen Brand gießt: Gleich ob die Gesellschaft dadurch Schaden trage, Strache schüre Ängste und hetzte gegen Menschen. Der Vorwurf, dass die SPÖ einen Islamistenpartei sei, ließ Häupl nicht stehen: Ein Islamist ist jemand, der den Islam für politische Zwecke missbrauche. "Das ist es, was Strache tut: Er missbraucht den Islam für seine Zwecke. Da stelle sich die Frage, wer der Islamist ist, er oder ich." Wenn Strache sage, die FPÖ sei die Partei des Rechts und der Wahrheit, wie stehe es dann um die Skandale um die BUWOG und die Hypo Alpe Adria: "Diese ganze Causa hat eine politische Dimension: Kaum war die FPÖ in der Regierung, habe sie die Bundeswohnungen verkauft und sich auch noch daran bereichert. Wenn sie in Wien das Sagen hätte, würde diese Partei dasselbe tun. 220.000 Wohnungen verkaufen, um die Parteikasse zu füllen."

Auch habe Strache behauptet, er wolle aus Wien eine Weltstadt machen:
"Wien ist bereits eine Weltstadt, das ist der Verdienst der Wienerinnen und Wiener. Die ältere Generation hat aus dem Trümmer, die uns der Zweite Weltkrieg hinterlassen hat, diese Stadt wiederaufgebaut und zu dem gemacht, was sie heute ist: Der zweimalige Weltmeister in Sachen Lebensqualität!" Dass Strache Bürgermeister werden wolle, sei sein Recht, "das wollen viele". Aber mit welchen Programm: "Ein Programm, dass sich auf wenige Begriffe reduzieren lässt: Rassistisch, fremdenfeindlich und hetzerisch. Das ist das Programm, mit dem Strache Bürgermeister werden will!"

Die Stadt sei heute Weltmeister der Lebensqualität und das wolle Strache ändern, in eine völlig verkehrte Richtung. Die SPÖ dagegen stehe für das Miteinander, "getragen von wechselseitigen Respekt -eine prosperierende Wohlstandsgesellschaft, eine Stadt des Wissens, in der Kultur eine lebensbestimmende Definition des Sein ist", so Häupl. Am 10. Oktober gehe es daher um die Entscheidung zwischen einer guten Zukunft und einem Weg, der in die Vergangenheit führt.

Abschließend hielt Häupl fest: "Es ist in Ordnung, dass Herr Strache Bürgermeister werden will. Am 10. Oktober können die Wienerinnen und Wiener entscheiden - soll es Strache werden, oder soll es Michael Häupl bleiben. Ich blicke dieser Entscheidung zuversichtlich entgegen! (Schluss) tr

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