RfW-Amann zu Herbstlohnrunde: Wirtschaftspolitische Vernunft statt gewerkschaftlicher Maßlosigkeit ist gefordert!

RfW-BO WKÖ-Vize Amann für die Verschiebung der Lohn- und Gehaltsverhandlungen zumindest bis zum 2. Dezember und die Einführung einer Regionalisierungskomponente.

Wien (OTS) - "Statt der sich immer schneller nach oben
schraubenden Anspruchsspirale der Gewerkschafter muss wirtschaftspolitische Vernunft einkehren", fordert heute WKÖ-Vizepräsident RfW-Bundesobmann Fritz Amann in Zusammenhang mit der Herbstlohnrunde. Das bedeute zweierlei: Die Verschiebung der Lohn- und Gehaltsverhandlungen zumindest bis zum 2. Dezember und die Einführung einer Regionalisierungskomponente. "Erstens: Ohne valide Budgetdaten sind Verhandlungen eine Gleichung mit zu vielen Unbekannten. Und zweitens gibt es neben den branchenspezifischen Unterschieden auch regionalspezifische", so Amann.

Die Grundformel der Lohnverhandlungen, basierend auf Inflation und Produktivität, habe aktuell eine zusätzliche Unbekannte: die umfangreichen Belastungen, die durch das "Raubritter-Budget 2011" auf alle Beteiligten zukommen würden. Amann: "Wenn das Budget 2011 beispielsweise höhere Mehrwertsteuern, Energie- oder Mineralölsteuern vorsieht, kommen auf Unternehmer und Arbeitnehmer deutlich höhere Kosten zu. Allein diese Maßnahmen würden Konsum, Produktivität und Inflation negativ beeinflussen." Statt eine undifferenzierte Forderungslawine auf die Wirtschaft loszutreten, sollten die ÖGB-Granden daher besser beim Genossen Kanzler in Sachen "rechtzeitiges Budget 2011" Druck machen.

Im Sinne einer tragfähigen Lösung spricht sich der WKÖ-Vizepräsident erneut dafür aus, die Kollektivvertragsverhandlungen auf Länderebene zu führen. Rahmenbedingungen wie etwa das Thema Arbeitszeitflexibilisierung, Lehrlingsentschädigungen, Gehaltsgruppen und ähnliches könnten auf Bundesebene abgesteckt werden, Lohnabschlüsse sollten "regionalisiert" werden.

"Auch wenn die Wirtschaft wieder anzuziehen scheint: Bei manchen Betrieben sind die Auftragsbücher eben noch nicht voll. Der politische "Erfolg" eines für strukturschwache Regionen überzogenen Lohnabschlusses wäre gleichzeitig eine wirtschaftliche Niederlage für alle Beteiligten und würde unweigerlich zum Verlust von Arbeitsplätzen führen", so Amann abschließend.

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