FPÖ-Herbert: Enorme Überstundenbelastung führt Exekutive an die Grenze der Einsatzfähigkeit

Wien (OTS) - Die aktuelle Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung der Statistik Austria zeigt einmal mehr in welch prekärer Lage sich die Exekutive befindet, stellte heute der AUF-Bundesvorsitzende und freiheitliche Bereichsprecher für den Öffentlichen Dienst, NAbg. Werner Herbert, fest. Während die Überstunden im Jahr 2009 generell gegenüber dem Vorjahr zurückgingen, explodierten sie bei der Polizei förmlich.

Es verwundert daher kaum, dass die Exekutive im Überstunden-Ranking der Statistik Austria österreichweit den bemerkenswerten 3.Platz einnimmt. So werden alleine in der Bundeshauptstadt Wien von den Polizistinnen und Polizisten jedes Monat zwischen 160.000 und 180.000 Stunden an Mehrdienstleistung (- also kommandierte Überstunden samt den damit in Zusammenhang stehenden Journaldienststunden -) geleistet werden, so Herbert. Das bedeutet für die Polizistinnen und Polizisten nicht nur eine durchschnittliche Überstundenbelastung von bis zu 47 Überstunden pro Monat, sondern im Einzelfall auch Spitzenwerte von monatlich 120 Überstunden und gelegentlich auch darüber.

Hier zeigen sich nicht nur die eklatanten personalpolitischen Versäumnisse von Innenministerin Fekter (- allein in Wien fehlen rund 1.500 Polizistinnen und Polizisten, österreichweit rund 3.500 Exekutivbeamte -) sondern auch die mangelnde Unterstützung von Wiens Bürgermeister Häupl für mehr Exekutive in der Bundeshauptstadt, so Herbert weiter. Darüber hinaus ist mittlerweile die Grenze der exekutiven Einsatzfähigkeit und auch der personellen Belastbarkeit erreicht, die Exekutive steht knapp vor dem Kollaps.

Unserer Polizistinnen und Polizisten, die trotz dieser tristen Rahmenbedingungen hervorragende Arbeit leisten, haben es wahrlich nicht verdient, dass sie für das offenkundige Versagen der politischen Verantwortungsträger büßen müssen und nun sprichwörtlich "verheizt" werden, so Herbert abschließend.

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