Die Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreichs fordern eine bundesweite Kommission für Opfer institutioneller Gewalt

Salzburg (OTS) - Bereits in sechs Bundesländern sind die Kinder-und Jugendanwaltschaften als Opferschutzstellen eingerichtet. Aufgrund der Erfahrungen der letzten Monate fordern die Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreichs nun anlässlich der kommenden Montag stattfindenden Landeshauptleutekonferenz diese auf, sich für eine bundesweit einheitliche und koordinierte Vorgangsweise für Opfer institutioneller Gewalt und/oder Missbrauch einzusetzen. So fordert Andrea holz-Dahrenstaedt eine bundesweite Kommission, die Richtlinien für eine abgestimmte Vorgangsweise hinsichtlich Entschädigung, Entschuldigung, Therapie aber auch Aufarbeitung und Prävention erarbeiten soll.

Derzeit bestehen Probleme insbesondere bei der Zuständigkeit hinsichtlich der Bundesländer aber auch zwischen Bund und Land. So ist etwa nicht klar, ob sich diese Zuständigkeit nach der Heimaufsicht oder nach der Verantwortlichkeit des jeweiligen Bundeslandes, von dem das Kinder überstellt worden ist, richtet. Ein weiterer Bereich der offen ist, betrifft die Zuständigkeit von Bundesheimen, da sich hier die Länder als nicht zuständig erklären. Neben der Frage der Verantwortungsübernahme kritisieren die Kinder-und Jugendanwaltschaften Österreichs auch die unterschiedlichen Hilfestellungen, die derzeit angeboten werden. Es geht nicht an, dass es Opfer verschiedener Kategorien gibt.

Es müssen unabhängig vom Träger (kirchlich oder staatlich) oder vom Bundesland in ganz Österreich vergleichbare Lösungen für Betroffene zur Verfügung stehen, und vor allem: kein Opfer darf ohne Unterstützung bleiben!

Für die Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreichs:

Dr. Andrea Holz-Dahrenstaedt,
Kinder- und Jugendanwältin Salzburg

Rückfragen & Kontakt:

Kinder- und Jugendanwaltschaft (kija) Salzburg
Friedensstraße 11, 5020 Salzburg, Tel.0662/430550
Mail: kija@salzburg.gv.at, Internet: www.kija.at

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