Grenzenlos begrenzt (von Daniela Gross)

Ausgabe 2. Sep. 2010

Klagenfurt (OTS) - Sie tut eigentlich das, was sie immer tut, die FPÖ. Sie hetzt, schürt Ängste, bedient sich an Klischees, um zu verteufeln, was anders ist. Und noch ein bisserl mehr: Mit ihrem Internetspiel eröffnet sie eine virtuelle Jagd auf religiöse Symbole, Andersdenkende, das Fremde. Der FPÖ sitzt scheinbar die Angst im Nacken, die anstehenden Wahlen zu verlieren. Eine Angst, die alles lähmt, was Respekt und Toleranz ausmacht. Wäre es nicht so, müsste sie nicht krampfhaft provozieren. Dann hätte sie ihre Anti-Ausländer, Anti-Islam, Anti-Alles- Plattitüden abgespult. Besagtes Spiel ist nun selbst für Teile des freiheitlichen Lagers "hart an der Grenze". Mehr nicht. Bloß: Grenzen haben die Freiheitlichen stets überschritten. Und nur dann auf sie gepocht, wenn es von Nutzen war, den politischen Kleingeist zu bedienen und das Mir-san-mir-Gefühl hochzuhalten, um auszugrenzen. Gestern wie heute. Österreich hat sich weiterentwickelt. Die FPÖ nicht. Sie hält das Gestern noch als das Heute hoch.

Rückfragen & Kontakt:

Kärntner Tageszeitung
Chefredaktion
Tel.: 0463/5866-502
redaktion@ktz.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KTI0001