AMA: Übergangsregelung für Bio-Produkte gut begründet

Richtigstellung zu "trend"-Bericht über Hofer

Wien (OTS) - Zu einem im aktuellen "trend" erschienenen Beitrag,
in dem kritisiert wird, dass beim Diskonter Hofer angebotene Bio-Getreideprodukte "zu Verarbeitungszwecken nach Deutschland exportiert und hinterher nach Österreich re-importiert" werden, stellt die AMA Folgendes fest: "Bei den Bio-Produkten Hirse, Buchweizen, Mais und Dinkel der Hofer-Marke 'Zurück zum Ursprung' hat die AMA Marketing für die rot-weiße Bio-Auszeichnung eine befristete Übergangsregelung bis Ende 2010 erteilt. Diese betrifft die kurzfristige Erlaubnis, die Druckentwesung, Schälung und Verarbeitung genannter Getreideprodukte in österreichischer Grenznähe (in Bayern) durchführen zu lassen. Solche Regelungen können nach genauer Prüfung und Begründung in Einzelfällen erteilt werden.

Ausschließlich österreichische Bio-Rohstoffe

Für die genannte Übergangsregelung gibt es laut AMA Marketing mehrere Gründe: Erstens stammen alle Saaten für die oben genannten Produkte ausschließlich aus österreichischem Anbau, wurden hier gelagert und auch im Inland wieder abgepackt. Einzig die Druckentwesung, Schälung und Vermahlung erfolgten in Grenznähe nur wenige Kilometer vom Abpackbetrieb entfernt, weil es in Österreich bislang kein zertifiziertes Werk gibt, in dem alle dabei notwendigen Schritte gemeinsam und in ausreichender Qualität erfolgen könnten.

Zweitens würde es die Umwelt zusätzlich und unnötig belasten, die Produkte für die Bearbeitung in zwei oder mehrere Werke quer durch Österreich zu transportieren. Eine solche Umweltbelastung entspreche sicher nicht dem Wunsch und der Vorstellung speziell von Bio-Konsumenten. "Die Aufbereitung und Verarbeitung in einem Betrieb, auch wenn dieser wenige Kilometer jenseits der Grenze liegt, ist deshalb aus unserer Sicht zu befürworten", wird betont.

Drittens wolle sicher kein Konsument Insekten in seinem Bio-Produkt vorfinden. Um die Schädlingsfreiheit sicherzustellen, sei eine Druckentwesung notwendig, betont die AMA Marketing. Dieses schonende Verfahren führe zu einer vollständigen Abtötung der Schädlinge. Weiters werde auch sichergestellt, dass durch eine besonders sorgfältige Reinigung der Saaten eine Kontamination ausgeschlossen wird.

Diese Übergangsregelung sei bis Ende 2010 erteilt worden, um den Partnern die Möglichkeit zu geben, die notwendigen und fehlenden Verarbeitungsstrukturen auf hohem Qualitätsniveau zu schaffen. (Schluss)

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