Kickl: Arbeitsmarkt: Für Entwarnung viel zu früh

Öffnung des österreichischen Arbeitsmarktes für EU-Oststaaten wäre weiterhin verhängnisvoll

Wien (OTS) - "Ich halte es für grob fahrlässig, zum jetzigen Zeitpunkt schon Entwarnung zu geben", erklärte heute FPÖ-Arbeitnehmersprecher NAbg. Herbert Kickl zu der Meldung, wonach im August 281.263 Menschen ohne Job gewesen seien. Es gebe weiterhin enorme Defizite am Arbeitsmarkt sowie auch bei der Arbeitsmarktpolitik, die sich spätestens in den kommenden Wintermonaten wieder verstärkt auswirken würden. "Es darf jedenfalls im nächsten Jahr keinesfalls zu einer Öffnung des österreichischen Arbeitsmarktes für die EU-Oststaaten kommen", betonte Kickl. Jede zaghafte Aufwärtsentwicklung würde durch den Ansturm von Billigarbeitskräften nur neuerlich zunichte gemacht. Österreich habe außerdem ohnehin schon mit einer beträchtlichen Gastarbeitslosigkeit zu kämpfen.

Kickl kritisierte auch, dass es SPÖ-Arbeitsminister Hundstorfer anscheinend bisher nicht der Mühe wert gefunden habe, endlich für eine umfassende Evaluierung der AMS-Kurse zu sorgen. "Was bei den aktuellen rot-schwarzen Jubelmeldungen - wenigstens schreit Hundstorfer nicht 'Hurra' - unter den Tisch fällt, ist die Tatsache, dass die Zahl der Schulungsteilnehmer hingegen um 5.171 auf 62.865 Personen gestiegen ist", so der freiheitliche Arbeitnehmersprecher. Während Hundstorfer die Beschäftigungspakete der Regierung wiederholt kritiklos in Bausch und Bogen gelobt habe, habe er für die erschreckend hohe Anzahl an Schulungsteilnehmern keinerlei Konzepte. Auf dem Sektor der Aus- und Weiterbildung herrsche weiterhin Stillstand, obwohl dieser gerade im Hinblick auf den Facharbeitermangel enorm wichtig wäre. "Übrigens genauso planlos in Sachen Arbeitsmarkt sind Hundstorfers Wiener Parteigenossen Häupl und Brauner. Das einzige, Frau Vizebürgermeisterin Brauner, das derzeit am Wiener Arbeitsmarkt stabil ist, sind die hohen Arbeitslosenzahlen, Ende August beispielsweise 71.098 Personen. Gestiegen ist in Wien außerdem die Zahl der Lehrstellensuchenden, und zwar um 362 auf 1.458. Erfolgreiche Arbeitsmarktpolitik sieht auch auf Landesebene auf jeden Fall anders aus", schloss Kickl.

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