Caritas zur Mindestsicherung: Weitere Schritte müssen folgen

Wien, 01.09.10 (KAP) Der "Jubelchor von so manchem politischen Verantwortlichen" über die neue Mindestsicherung ist nach Ansicht der Wiener Caritas verfrüht: "Die Einführung der Mindestsicherung ist ein erster wichtiger Schritt, um Österreich ein Stück armutsfester zu machen", dem jedoch weitere folgen müssten, unterstrich Caritasdirektor Michael Landau in einer Aussendung am Mittwoch. Bisher bringe die als Mindestsicherung bezeichnete Reform der Sozialhilfe "nämlich Verbesserungen wie auch Verschlechterungen mit sich", schloss er sich der Einschätzung der Armutskonferenz vom Vortag an. Wichtig ist daher aus Sicht der Caritas, dass das Verschlechterungsverbot in jedem einzelnen Fall gelten muss.

Als echtes Plus gegenüber dem bisherigen Status quo bezeichnete Landau die E-Card für alle Bezieher der Mindestsicherung. Ob es zu nachhaltigen Verbesserungen kommt, werde sich aber auch daran entscheiden, "ob der Vollzug der Sozialhilfe auf den Ämtern der Länder verbessert wird, ob die tatsächlichen Wohnkosten in der Sozialhilfe berücksichtigt werden, ob bei existenziellen Nöten und extra Kosten wie einem kaputten Boiler oder Schulsachen zum Schulstart niemand allein gelassen wird". Ein weiteres wesentliches Erfolgskriterium für die Mindestsicherung seien außerdem die konkreten Maßnahmen zur Integration in den Arbeitsmarkt, denn die Situation am Arbeitsmarkt sei als Folge der Wirtschaftskrise "nach wie vor mehr als angespannt", so Landau: "Es geht nicht um das Arbeiten-Wollen, sondern um das Arbeiten-Können."

Mehr auf www.kathpress.at (forts. mgl.) rme/pwu/

nnnn

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KAT0003