Katholische Aktion zu FPÖ-Online-Spiel: "Islam-Hetze ist widerwärtig"

Graz, 01.09.10 (KAP) Als "widerwärtig und unerträglich" hat am Mittwoch die Katholische Aktion (KA) Steiermark die "Islam-Hetze" der FPÖ kritisiert. Das Online-Spiel www.moschee-baba.at stelle "einen absoluten Tiefpunkt der ohnehin nicht hoch entwickelten politischen Kultur in der Steiermark" dar, so KA-Präsident Hans Putzer in einer Aussendung. Gegen muslimische Mitbürgerinnen und Mitbürger werde hier "auf primitivste Weise Stimmung gemacht" und "ein Keim der Gewalttätigkeit in unsere Gesellschaft gepflanzt, dessen künftige Auswirkungen von der FPÖ zwecks Stimmenmaximierung bewusst und billigend in Kauf genommen werden".

Gerade FP-Spitzenkandidat Gerhard Kurzmann müsse als Historiker die Folgen einer solchen Politik einschätzen können. In den Geschichtsbüchern werde an vielen Beispielen deutlich: "Wird einzelnen Gruppierungen die Menschenwürde genommen, steht auch rasch die Unteilbarkeit der Menschenrechte zur Disposition", warnte Putzer. Der Schritt zu gewalttätigen Übergriffen sei dann nicht mehr weit.

Internet-Spiele wie jenes, in dem Muezzine zum Abschuss freigegeben werden, vor allem aber die zugrundeliegende Denkweise stünden in diametralem Gegensatz zum christlichen Menschen- und Gesellschaftsbild, erklärte der KA-Präsident. Die Katholische Aktion forderte von der FPÖ, "ihre Politik nicht länger mit dem Hinweis auf den Schutz des christlichen Abendlandes zu begründen". Kurzmann missbrauche wie auch schon sein Parteiobmann Heinz-Christian Strache mit seinen Kreuz-Auftritten den christlichen Glauben "in obszönster Weise".

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