Khol: Machen unseren "Runden Tisch" zu Pflege eben selbst!

Große Pflege-Enquete am 27. September von Bundesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrt (BAG) und Österreichischem Seniorenrat

Wien (OTS) - "Die Wochen der Entscheidung stehen bevor. Dies gilt auch - und in besonderem Maße - für den gesamten Pflegebereich. Weil unsere Bitte nach Einberufung eines Runden Tisches seit Monaten ignoriert wird, organisieren wir einen solchen jetzt eben selbst. Denn es gilt jetzt, die Eisen zu schmieden, und umfassende Lösungsvorschläge in die Debatte einzubringen", erklärt Dr. Andreas Khol, Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes und amtierender Präsident des Österreichischen Seniorenrates, der somit zur "Pflege-Enquete" von Seniorenrat und BAG am 27. September im Parlament einlädt.

"Kein neues Geld für alte Strukturen!"

"In den vergangenen Monaten waren den Medien fast täglich höchst unterschiedliche Wortspenden zum Pflege-Thema zu entnehmen. Vor allem der Ruf nach frischem Geld für das Pflegesystem war dabei besonders deutlich. Ich halte dazu allerdings fest, dass es dringend nötig ist, sich nicht nur über die Aufbringung der Gelder, sondern auch über deren Verwendung Gedanken zu machen. Das heißt: Kein neues Geld für alte Strukturen", so Khol weiter.

Seniorenrats-Forderungen sind bekannt

Dabei seien die Forderungen des Seniorenrates - der gesetzlich anerkannten Interessenvertretung der mehr als zwei Millionen Seniorinnen und Senioren - längst bekannt:

  • Finanzierung eines Pflegefonds aus zweckgewidmeten Einnahmen einer Vermögenszuwachssteuer
  • Jährliche Valorisierung der Pflegegelder
  • Keine Kürzungen bei den Pflegestufen 1 & 2
  • Keine Wiedereinführung des Kinder-Regress bei Pflege im Heim
  • Pflegegeld-Einstufungen durch Ärzte und Pflegende gemeinsam, sowie die raschere und bundeseinheitliche Abwicklung der Anträge
  • Eine Stärkung des Berufsbildes der Pflegerinnen und Pfleger sowie deren bessere Bezahlung und die Schaffung des Lehrberufs Pflege
  • Ausbau der wissenschaftlichen Bereiche - von Pflegewissenschaften bis hin zu Lehrstühlen für Gerontologie
  • Ziel aller Maßnahmen: Pflege muss aus dem Sozialhilfe-Bereich herausgelöst werden. "Hilfe aus einer Hand" für alle, die es brauchen, ohne Bewertung von Wohnort, Familienstand oder Vermögen

"Im Pflegebereich brauchen wir bis Jahresende eine gemeinsame Kraftanstrengung über alle Interessenlagen hinaus. Ziel muss es sein, die Finanzierung langfristig zu garantieren und die Mittel endlich effizient einzusetzen", so Khol abschließend.

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