Musiol: Verpflichtendes Kindergartenjahr für 5-Jährige bringt Engpässe bei jüngeren Kindern

Grüne fordern mehr Plätze und bessere Qualität

Wien (OTS) - Das heute in Kraft getretene verpflichtende Kindergartenjahr bezeichnet die Grüne Familiensprecherin Daniela Musiol als kleinen Schritt in die richtige Richtung. Beim Ausbau der Plätze und der Qualität seien jedoch Bund und Länder mehr als säumig. Das verpflichtende Kindergartenjahr für 5-Jährige geht damit zu Lasten jüngerer Kinder, bei denen nun noch mehr Plätze fehlen werden. Vor allem die Situation der unter 3-Jährigen Kinder hat sich massiv verschlechtert.

"Familienstaatssekretärin Marek hat den Bundeszuschuss für den Ausbau der Kinderbetreuung im Juni einfach auslaufenen lassen und lässt damit Tausende junge Familien im Regen stehen. Das ist politisch grob fahrlässig. Anstatt hier die dringend notwendigen Ausbauschritte zu setzen, konzentriert sich die Familienstaatssekretärin lieber auf ihre Rolle als ÖVP-Spitzenkandidatin in Wien", so Musiol. Gerade Marek, sollte wissen, dass ausreichende Kinderbetreuungsplätze für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die Armutsvermeidung von zentraler Bedeutung sind.

Musiol fordert eine Verbesserung der Qualität von Kinderbetreuung in Österreich. Die individuelle Förderung der Kinder steht dabei an oberster Stelle. "Seit Jahren fordern ExpertInnen kleinere Gruppen, damit Kinder endlich entsprechend betreut werden können. Sie stoßen aber bei den Regierenden auf taube Ohren." Auch eine angemessene Bezahlung für PädagogInnen und AssistentInnen ist längst überfällig.

Von den Grünen liegen zahlreiche Anträge im Parlament, jener zur Fortsetzung des Bundeszuschusses zum Ausbau der Kinderbetreuung wird im September im Familienausschuss zur Abstimmung gebracht. Hier können ÖVP und SPÖ wieder einmal unter Beweis stellen, wie ernst sie es mit der Unterstützung von Österreichs Familien meinen oder ob sie weiterhin bei Ankündigungspolitik bleiben.

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