FPÖ-Belakowitsch-Jenewein: Nur 4 Prozent unserer Kinder sind gesund!

Wien (OTS) - "Angesichts der Tatsache, dass nur mehr bei 4 Prozent aller Jugendlichen der Gesamtgesundheitszustand als "sehr gut" bezeichnet werden kann, muss der Gesundheitsminister endlich aufwachen und handeln!", forderte heute die freiheitliche Gesundheitssprecherin NAbg. Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein.

Besonders verschiedene Formen von Suchtverhalten seien im Vormarsch, so Belakowitsch-Jenewein. Neben Handysucht, seien es vor allem Essstörungen, an denen viele Jugendliche leiden. Stress, Überforderung, die schlechte Wirtschaftslage, aber auch mangelnde Zeit der Eltern trieben immer mehr Kinder und Jugendliche in die Isolation. Häufig werde das Mobiltelefon zum einzigen Kommunikationsmittel. "Viele junge Menschen versuchen damit Ihre Einsamkeit und Sprachlosigkeit zu kompensieren. Der Übergang zur Telefonsucht wird dabei kaum bemerkt. Auch vielen Eltern ist dieses Problem nicht bewusst!", warnte Belakowitsch-Jenewein.

Auch die Ursachen für die Essstörungen lägen oft schon in der frühesten Kindheit. Berufliche Überforderung und Überbeanspruchung der Eltern ließen oft wenig Raum für eine gesunde kindliche Entwicklung. Es bleibe keine Zeit für Emotionen und Konflikte. Die Folgen seien mangelndes Selbstwertgefühl und mangelnde Selbstständigkeit, die den perfekten Nährboden für psychische Erkrankungen und Essstörungen bildeten, so Belakowitsch-Jenewein. "Trotz der stetig steigenden Zahl dieser Erkrankungen, gibt es weiterhin zu wenige Psychotherapie auf Krankenschein, im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie besteht eine enorme Mangelversorgung", so Belakowitsch-Jenewein.

"Gesundheitsminister Stöger muss endlich aktiv werden und entsprechende Maßnahmen setzten, um einerseits ausreichende Versorgung im niedergelassenen Bereich und in der Psychotherapie zu garantieren, zum anderen müssen die Schulärzte, auf denen heute die Hauptlast liegt endlich aufgewertet und entlastet werden", so Belakowitsch-Jenewein.

"Als Gesundheitsminister sollte er auch seine ideologischen Scheuklappen abnehmen und die gesellschaftlichen Fehlentwicklungen deutlich anprangern. Fremdbetreuung für unter Dreijährige darf nur die Ausnahme darstellen, ebenso wie ganztägige Betreuungsformen! Es ist Aufgabe eine Gesundheitsministers, der sich der Gesundheit der Menschen verpflichtet fühlt, offen die Probleme anzusprechen. Schweigen, Stögers Lieblingsausdrucksweise, ist jedenfalls nicht zielführend!", so Belakowitsch-Jenewein.

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