Neues Volksblatt: "Anwesenheit" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 31. August 2010

Linz (OTS) - Wenn man den Grünen und anderen, die es so gut
meinen, Glauben schenken darf, dann sind die Asylwerber allesamt Menschen, die in ihrer Heimat um Leib und Leben fürchten müssen und deshalb in Österreich Schutz und Hilfe suchen.
Vorläufige Endstation ihrer Flucht ist in Österreich ein Betreuungszentrum, wo die Asylwerber nicht nur sicher untergebracht und betreut werden, sondern wo auch die ersten Formalitäten erledigt werden. Und dazu werden die Asylwerber gebraucht. In keinem Land der Erde kann man einreisen und dann "versickern", auch nicht in Österreich.
Vor allem ist zu klären, ob Österreich für das jeweilige Asylverfahren überhaupt zuständig ist. Diese erste Prüfung soll in einer Woche abgeschlossen sein, was aber nur möglich ist, wenn die Asylwerber da sind und Auskunft geben können. Und wenn dabei herauskommt, dass Österreich nicht zuständig ist, müssen die Leute in das zuständige Land gebracht werden.
Deshalb die Pflicht zur Anwesenheit; wenigstens für eine Woche. Was das mit einsperren, wegsperren oder Haft zu tun haben soll, wie von den oben Erwähnten behauptet, ist nicht nachvollziehbar.
Wer Hilfe braucht, wird in Österreich Hilfe bekommen. Aber die humanitäre Last für ganz Europa kann Österreich nicht übernehmen.

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