Wlodkowski zum "Schwarzbuch Landwirtschaft": Unseriöse Polemik bis Seite 173"

Landwirtschaftskammer Österreich kritisiert üble Polemik eines "Aufdecker-Journalisten"

Wien (OTS) - "Auch auf Alphütten wird nicht mehr mit der Hand gemolken, sondern mit Hilfe von Maschinen", klagt der sogenannte Aufdecker-Journalist Hans Weiss in seinem neuen Schwarzbuch "Landwirtschaft" an. Von zynisch einseitigen Kommentaren zur modernen Landwirtschaft bis hin zu einer undifferenzierten Verunglimpfung eines gesamten Berufsstandes reicht das Themenspektrum. Breiten Raum nimmt ein Streifzug durch die Förderlandschaft ein, der in vielen Punkten falsch und fehlerhaft ist. Faktum ist, dass 98,5 Prozent der Landwirte für ihre Arbeit meist weit unter 50.000 Euro bekommen und verschwiegen wird, dass nur rund 200 Betriebe höhere Förderungen für ihre Unternehmen erhalten und mit diesem Geld viele Arbeitsplätze damit direkt finanzieren. Von den 2,2 Mrd. Agrarförderungen werden mehr als 80 Prozent in exakt definierten und streng kontrollierten EU-Förderprogrammen ausbezahlt", übte Gerhard Wlodkowski, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, heftige Kritik am jüngst erschienenen "Schwarzbuch" Landwirtschaft.

Die österreichische Landwirtschaft habe bei den Direktzahlungen nichts zu verheimlichen. Jeder Interessierte findet alle Zahlen im Grünen Bericht oder in der Transparenzdatenbank im Detail wie es diese für keine andere Berufs- und Wirtschaftsgruppe gibt. Missgunst, Neid und Schlechtreden seien offensichtliche Triebfeder dieses Werks, welches suggeriert, dass man mit Umverteilung und Förderkürzungen die Zukunft der bäuerlichen Landwirtschaft in Österreich sichern könne. Offensichtlich hat auch ein frustrierter IG-Milch-Funktionär die Gelegenheit genutzt, alle seine Berufskollegen zu vernadern.

Alle, die jetzt vom Auslandsurlaub zurückkommen, schätzen Österreich auch wegen seiner Kulturlandschaft und dem großen Angebot hochwertiger Lebensmittel aus bäuerlicher Landwirtschaft. Die Bauern erbringen eine Fülle von Gegenleistungen für Direktzahlungen. Das fängt mit der Produktion von hochwertigen Lebensmitteln und Rohstoffen an und geht bis zur Erhaltung der österreichischen Kulturlandschaft sowie Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen.
"Die Aneinanderreihung von Vorwürfen und Zahlen ist in dieser Form nicht nur unseriös, sondern ganz offensichtlich zu tiefst politisch motiviert. So erscheint diese Hetzschrift zufällig vor zwei Landtagswahlen, vor Budgetverhandlungen im Herbst sowie am Beginn der Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik. Damit ist das Erscheinen dieses Machwerks recht durchsichtig", erklärte Wlodkowski abschließend.

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