"KURIER"-Kommentar von Karin Leitner: "Wiederholungstäter"

Leute wie SPÖ-Mann Faul passen nicht ins Hohe Haus, sondern ins Bierzelt.

Wien (OTS) - Franz Voves ist kein Weichei ((C)Voves) - und mundflink. Insofern ist bemerkenswert, dass der steirische SPÖ-Landeshauptmann seinem Parteifreund Faul rät, in sich zu gehen. Sollte er derartige Worte verwendet haben, so sei das nicht der Politik-Stil, den er vertrete. Faul hat laut Zeugen in seiner Heimatstadt in Richtung seines Lieblingsgegners, des BZÖ-Manns Grosz, befunden: "Dieses A ... wird in Weiz sicher nicht begrüßt."
Erst vor ein paar Tagen hatte der Rote im Parlament für Wirbel gesorgt: mit seiner Attacke auf einen Fotografen. Im Vorjahr hatte er Grosz bescheinigt, "genau um den Schädel zu klein" zu sein, "wo das Hirn drin sein sollte".
Jetzt wissen wir: Das Hohe Haus ist kein Mädchenpensionat, und die Mandatare sind keine Klosterschwestern. An gewisse Benimmregeln sollten sie sich aber halten; noch dazu, wenn sie, wie Faul, Lehrer gewesen sind. Eine Partei, die sich - zu Recht - über Personal des dritten Lagers empört (ein Nationalratspräsident, der sich im extrem rechten Milieu bewegt, schlagende Burschenschafter und rechtskräftig Verurteilte), muss bei den eigenen Leuten besonders streng sein. SPÖ-Klubchef Cap sollte Wiederholungstäter Faul empfehlen: Raus aus dem Hohen Haus, rein ins Bierzelt!

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