Grillitsch: Übliche Hetze gegen die Bauern

Neues Sachbuch gleicht SPÖ-Parteipropaganda aufs Haar

Wien (OTS) - "Wenn ein sogenanntes Sachbuch mit dermaßen unsachlichen und tendenziösen Darstellungen daherkommt, dann liegt der Verdacht nahe, dass es sich um Parteipropaganda handelt. Es ist die übliche Hetze, die schon seit mehreren Monaten gegen die österreichischen Landwirte gefahren wird", stellt Bauernbund-Präsident Fritz Grillitsch zu einem aktuell in den Medien diskutierten Buch fest. So sei die Kalkulation, dass drei Arbeitnehmer einen Bauern subventionieren, nachweislich konstruiert. "Tatsächlich erhalten die heimischen Bauern EUR 600 Mio. und nicht 2,2 Mrd. aus dem nationalen Budget. Im Gegenzug dafür decken die Preise für Lebensmittel, die ein Arbeitnehmer im Supermarkt einkauft, nicht die Produktionskosten der Landwirtschaft. Ohne Agrarsubventionen würden Lebensmittel ein Vielfaches kosten", gibt Grillitsch zu bedenken.

"Offenbar redet der Autor mit frei erfundenen Zusammenhängen im Endeffekt jene Landwirtschaft herbei, gegen die er vermeintlich auftreten will. Wenn der Autor in trauter argumentativer Verbundenheit zu SPÖ und AK die Kürzung der Agrarsubvention um 10% vorschlägt, kann es in Österreich zwangsläufig nichts anderes mehr geben als Lebensmittel, die von industrialisierten Agrarkonzernen -egal ob im In- oder Ausland - produziert werden. Allerdings würden damit auch die hohen österreichischen Umwelt- und Tierschutzstandards ausgehebelt. Übrig blieben Gentechnik und eine soziale Ausbeutung, wo Erntehelfer um EUR 2,- pro Tag auf den Feldern schuften", warnt Grillitsch.

Unsachliche Groß-Klein-Debatte

Ein ähnliches System der Verleumdung liege offenbar im peniblen, personenbezogenen Aufrechnen, wer welche Förderung erhält, so der Präsident. "Faktum ist: In Österreich bekommen 242 von 168.000 landwirtschaftlichen Betrieben mehr als EUR 100.000,- Förderung. In Summe sind dies EUR 43,6 Mio. Damit ist keine spürbare Umverteilung, geschweige denn eine Budgetsanierung möglich", erklärt Grillitsch. Wenn diese kleinen Strukturen an den Rand der Existenz geführt werden, bleibe nur Industrie übrig, so der Bauernbund-Präsident. "Schade, dass die Darstellung in diesem 'Schwarzbuch' keine hilfreichen Erkenntnisse über die echten Zusammenhänge von Subvention und Lebensmittelpreisen zeigt, sondern nur reine Bauernhetze, die der gebetsmühlenartigen Propaganda von Arbeiterkammer und SPÖ bis aufs Haar gleicht", bedauert Grillitsch die wenig hilfreiche, weil unsachliche Debatte.
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