Bast fordert ein Kunstentwicklungsprogramm auf EU-Ebene und eine bildungspolitisch sinnvolle Alternative zu den "Massenstudien"

Wien (OTS) - Gerald Bast, Rektor der Universität für angewandte Kunst Wien, appelliert im Rahmen der diesjährigen Alpbacher Gespräche an Bundesministerin Beatrix Karl ein neuartiges, interdisziplinäres wissenschaftlich-künstlerisches Grundlagenstudium unter Beteiligung mehrerer Universitäten unterschiedlicher inhaltlicher Prägung einrichten zu lassen. Die Zahl der Studierenden in den "Massenstudien" bloß einzufrieren würde dazu führen, dass Studierende auf andere Studien ausweichen oder die universitäre Ausbildung ganz aufgeben. Um das zu vermeiden muss ein attraktives und bildungspolitisch sinnvolles Alternativangebot geschaffen werden.

Ein interdisziplinäres Bachelor-Studium, das Brücken schlägt zwischen den Bereichen Kunst und Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft sowie Naturwissenschaften und Technik. Ein Studium, in dem der Erwerb von Schlüsselkompetenzen im Vordergrund steht. Kompetenzen, wie sie auch von der Wirtschaft stets eingefordert werden:
Analysefähigkeit, die Fähigkeit in Zusammenhängen zu denken und zu handeln, Kreativität, Reflexions- und Kommunikationskompetenz. Ein projektzentriertes Studium mit alternativen analogen und digitalen Lehr- und Lernformen, das nicht geprägt ist von traditionellen Lehrveranstaltungen im Wochenstundentakt, sondern vom Wechselspiel zwischen Vorträgen und Workshops, regelmäßigen Projektpräsentationen, öffentlichen Reviews und Feedbacks unter systematischer Einbeziehung von Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Disziplinen und Berufsfeldern.

Im Vergleich zu den oft genannten traditionellen "Massenstudien", die in vielen Fällen unter falschen oder mit gar keinen konkreten Vorstellungen gewählt werden, könnte so ein völlig neues, inhaltlich und strukturell innovatives Studienprogramm vielen Studierenden ein sinnvolleres Studium und etlichen Absolventinnen und Absolventen eine bessere Basis für weitere Bildungs- und/oder Berufswege bieten. Dieses innovative Studienangebot würde mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem Plus an Absolventinnen und Absolventen mit mehr gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Wirkungskraft führen.

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