Aubauer: Weiterhin große Hürden für alle, die freiwillig länger arbeiten wollen

"Seniorenbund-Belohnungsmodell" und Forderung nach freiwilliger Anhebung der Frauen-Pensionsalter liegen seit dem Frühjahr vor!

Wien (OTS) - "Wie wir heute der Zeitung "Die Presse" entnehmen,
ist ein weiterer Fall einer Frau zu beklagen, die mit 60 gerne weiterarbeiten wollte, aber nicht durfte. Grund ist auch in diesem Fall eine kollektivvertragliche Regelung, die Menschen dazu zwingt (!) mit Erreichen des Pensionsantrittsalters eine Pension auch anzutreten. Derartige Fälle häufen sich seit Monaten und wir haben daher schon im Frühjahr vorgeschlagen, dass Frauen die Möglichkeit erhalten müssen, von sich aus rechtsverbindlich mitzuteilen, wenn sie ihr eigenes Pensionsantrittsalter anheben möchten", erklärt Mag. Gertrude Aubauer, Bundesobmann-Stellvertreterin des Österreichischen Seniorenbundes und ÖVP-Seniorensprecherin.

Frauen-Pensionsalter freiwillig anheben!

In einer verfassungsrechtlichen Bestimmung wurde vor Jahrzehnten festgelegt, dass es für die Angleichung der Frauen-Pensionsalter an jenes der Männer sehr lange Übergangsfristen gibt: "Was grundsätzlich dem Schutz der Frauen dient, richtet sich nun immer öfter gegen die Einkommens- und Berufschancen der Frauen. Uns geht es jedoch nicht um gesetzlichen Zwang, wir wollen lediglich den Frauen das Recht auf Selbstbestimmung einräumen", so Aubauer weiter.

"Seniorenbund-Belohnungsmodell" rasch einführen!

Hilfreich sei in diesem Zusammenhang auch das "Seniorenbund-Belohnungsmodell", wie es Aubauer schon im Februar vorgestellt hatte. "Ich finde es großartig, dass nun von mehreren Seiten kreative Vorschläge für einen Bonus bei längerem Arbeiten vorgestellt werden. Jetzt kann der Sozialminister alle Modelle im Detail durchrechnen und im Herbst können wir Seniorenvertreter dies dann ausführlich mit der Regierung verhandeln und mit Sicherheit rasch zu einer gesetzlichen Regelung kommen!"

Aubauer skizziert dabei noch einmal das "Seniorenbund-Belohnungsmodell": "Wer einen rechtskräftigen Pensionsbescheid in Händen hält und dennoch lieber weiter arbeitet, soll nach Pensions-Antritt für jedes länger gearbeitete Jahr 6% mehr Pension erhalten - also bis zu 30% mehr Pension. Das würde vor allem Frauen die Möglichkeit geben, ihre im Durchschnitt niedrigeren Pensionen aufzubessern. Und das beste daran: Unser Belohnungsmodell kostet den Staat keinen Cent und schafft dennoch attraktive Mehreinnahmen für die Leistungswilligen!"

"Zusätzlich wird es natürlich noch eigene Maßnahmen-Pakete für Arbeitgeber, für Weiterbildungsmaßnahmen und für die Ausgestaltungs alternsgerechter Arbeitsplätze geben müssen. Ich bin aber sicher, dass nun - wo sich alle einig sind, dass es eine Kraftanstrengung für ältere Arbeitnehmer geben muss - rasch konstruktive und finanzierbare Lösungen auf dem Tisch liegen werden", so Aubauer abschließend.

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Österreichischer Seniorenbund, Susanne Kofler, 0650-581-78-82
skofler@seniorenbund.at; www.seniorenbund.at

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